Wer kann Mitglied im Landessportbund Sachsen-Anhalt werden?

Jeder neugegründete Sportverein kann Mitglied im LandesSportBund (kurz LSB) werden und sich so inhaltliche und finanzielle Unterstützung für seine Sportarbeit sichern. Der Landessportbund ist die Vereinigung der Sportvereine und Sportverbände unseres Landes.

Folgende Voraussetzungen müssen Vereine für die Mitgliedschaft im LSB erfüllen:

  • Eintragung im Vereinsregister,
  • Zweck des Vereins ist vorrangig das Sporttreiben,
  • Gemeinnützigkeitsnachweis,
  • Einhaltung der Satzung, Ordnungen und Beschlüsse des LSB,
  • pünktliche Abführungvon festgelegten Bundes-, LSB- und Versicherungsbeiträgen sowie Gebühren,
  • Erbringung der zur Durchführung der Bundesaufgaben erforderlichen Leistungen, insbesondere betrifft das die Meldungen zur Online-Bestandserhebung.

Wie kommt eine Mitgliedschaft zustande?

Vereine, die diese Voraussetzungen erfüllen, können ihre Aufnahme in den LSB bei ihrem regionalen Partner, dem zuständigen Kreis- oder Stadtsportbund, beantragen.

Dem schriftlichen Antrag sind:
  • die Satzung,
  • das Gründungsprotokoll,
  • der Vereinsregisterauszug,
  • der Gemeinnützigkeitsnachweis vom Finanzamt (Freistellungsbescheid),
  • das Stammdatenformular
  • und die Zugangsberechtigung für die Online-Vereinsverwaltungsdatenbank IVY
beizufügen.
Über die Aufnahme entscheidet der LSB auf der Grundlage der Befürwortung durch den jeweiligen Kreis-und Stadtsportbünde. Jeder bestätigte Verein erhält eine Mitgliedsurkunde. Bei Ablehnung hat der Verein das Recht, den nächstfolgenden Hauptausschuss des LSB anzurufen, dieser entscheidet endgültig.

Was bringt Vereinen die Mitgliedschaft im LSB?

Ein Verein, der dem LSB beitritt, genießt eine Reihe von Vorteilen:
  • er ist Mitglied in der "Familie der Sportler Sachsen-Anhalts", erhält als solches viele für ihn wichtige Informationen
    und kann an entsprechenden Veranstaltungen und Lehrgängen (z. B. für Organisationsleiter, Übungsleiter, Trainer, Sportler) teilnehmen,
  • er ist Nutzer von Fördermaßnahmen (z. B. für die Vereinsarbeit im Sport- und Trainingsbetrieb, Übungsleiter,
    Sportstätten, Sportveranstaltungen),
  • seine Mitglieder genießen den Versicherungsschutz der ARAG,
  • er kann über den jeweiligen Kreis- oder Stadtsportbund in den Gremien des LSB mitwirken,
    kann Anträge einbringen und Entscheidungen beeinflussen,
  • er wird zu Fragen der Verwaltung, Organisation, Finanzen u. a. durch den LSB und seine Gliederungen beraten und betreut,
  • er ist Nutznießer der Zusatzvereinbarung zum Gesamtvertrag zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund und der GEMA,
  • die Mitgliedschaft im LandesSportBund ermöglicht erst eine Mitgliedschaft in einem Landesfachverband.
    Diese Mitgliedschaft wiederum ist notwendig, um an Wettkämpfen und Turnieren teilnehmen zu können.

Welche Kosten sind mit einer Mitgliedschaft verbunden?

Der LSB erhebt für Sportvereine einen jährlichen Mitgliedsbeitrag, welcher sich wie folgt zusammensetzt:
Für Erwachsene über 18 Jahren:

+ 2,77 € ARAG Sportversicherung
+ 4,50 € LSB- Beitrag
= 7,27 € / Mitglied

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:

+ 2,77 € ARAG Sportversicherung
+ 1,50 € LSB- Beitrag
= 4,27 € / Mitglied

Die Mitglieder und Gliederungen des LSB sind während ihrer Mitgliedschaft oder Zugehörigkeit an den vom LSB angebotenen Versicherungsschutz gebunden. Der LSB gewährt dafür seinen Mitgliedern und Gliederungen Unterstützung in Form einer unentgeltlichen Erstberatung in Steuer-, Rechts- und Versicherungsfragen.

Beiträge der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Landesfachverbände sind direkt bei der jeweiligen Gliederung zu erfragen.

Können auch Sportvereine ohne Verbandsanbindung Mitglied im LSB werden?

Für den Fall, dass eine Zuordnung seitens einzelner Allgemeiner Sportgruppen einem Landesfachverband fachlich nicht erfolgen kann oder freiwillig nicht erfolgt, werden diese ab dem 01.01.2013 mit einem sogenannten "Anstattbeitrag" in. Höhe
von 1,50 € für Kinder und Jugendliche und 2,50 € für Erwachsene jährlich belegt.

Grundlage dieser Erhebung bilden die Beschlüsse des Deutschen Olympischen Sportbundes (kurz DOSB) zur Stärkung der Prinzipien der Solidarität im organisierten Sport vom 05.12.2009 sowie der Beschluss zur Regelung der Allgemeinen Sportgruppen des 6. Ordentlichen Landessporttages vom 25.09.2010.