19.09.2018 - Thomas Appenrodt/Frank Löper

DLRG-Nachwuchs bei Europameisterschaft erfolgreich

Das erfolgreiche deutsche Juniorennationalteam der Rettungsschwimmer. (Foto: DLRG)
Das erfolgreiche deutsche Juniorennationalteam der Rettungsschwimmer. (Foto: DLRG)
Vom 11. bis 15. September fanden in Irland die Junioren-Europameisterschaften im Rettungsschwimmen statt. Nach Platz vier im Vorjahr sicherte sich das deutsche DLRG-Team in diesem Jahr den 2. Platz. Im 12-köpfigen Juniorennationalteam waren auch vier Sportler der DLRG Halle-Saalekreis erfolgreich. Hanna van Os, Lena van Os, Andrea Eling und Max Kubler gewannen vier der elf Einzelmedaillen und waren in alle erfolgreichen deutschen Staffeln vertreten.

"Angesichts der Ausgangslage sind wir sehr stolz auf das Abschneiden unserer jungen Athleten, auch wenn es zum Platz 1 sehr knapp war", konstatierte Teammanger Holger Friedrich. Bundestrainerin Elena Prelle ergänzte: "Fünf anstrengende Wettkampftage liegen hinter uns und wir haben zahlreiche Medaillen gewonnen und vordere Platzierungen belegt. Das Ergebnis war besser als erwartet."

Gesamtwertung nach Punkten:
1. Spanien 850 Punkte
2. Deutschland 830 Punkte
3. Italien 792 Punkte

In der Sports Arena der Universität Limerick liefen die Wettkämpfe für die Rettungsschwimmer aus Halle sehr erfolgreich. Die Schwestern Hanna und Lena van Os erreichten zum Auftakt in der 4 x 50m Hindernisstaffel gleich eine Silbermedaille. Nur die italienische Staffel war hier besser. Die ältere Schwester Lena konnte sich am gleichen Tag noch über den 2. Platz in der Puppenstaffel freuen. Auch Max Kubler errang in der 4 x 25m Puppenstaffel bei den Junioren die Silbermedaille.
Am zweiten Wettkampftag wuchs Hanna van Os Schwester über sich hinaus. Sie erreichte erst im Superlifesaver den 3. Platz und gewann anschließend völlig unerwartet die kombinierte Rettungsübung über 100 Meter und ist nun Junioreneuropameisterin! Auch in den Staffeln ging die Erfolgsserie weiter. In der 4 x 50m Lifesaver Staffel sowie in der 4 x 50m Gurtretterstaffel errang sie jeweils Silber. In letzterer Staffel schwamm sie zusammen mit ihrer Schwester. Auch den männlichen Junioren um Max Kubler gelang ein Paukenschlag, Kubler erreichte mit seinen Teamkollegen in der 4 x 50 m Gurtretterstaffel überraschend den ersten Platz und wurden so ebenfalls Europameister.
Nach Ende der Schwimmhallendisziplinen zog das DLRG Team um Teammanager Friedrich für den Freigewässerteil nach Kilkee an den Atlantik. In der Moore Bay der irischen Westküste galt es nun, in den verbleibenden Wettbewerben im Freiwasser an die bisherigen Leistungen anzuknüpfen. Bei kaltem Wetter und Wassertemperaturen von 15 Grad stieg dann auch Andrea Eling von der DLRG Halle-Saalekreis ins Geschehen ein. In einer ihrer Paradedisziplin paddelte Andrea mit ihrem Rettungskajak gleich auf den zweiten Platz hinter der Britin Millie Wiggens. Am zweiten Tag stand für Lena van Os und Andrea Eling die Staffel mit Rettungsbrett an. Nach dem es im Vorlauf noch nicht ganz so flüssig gelaufen war, steigerten sich die beiden Hallenserinnen im Finale und gewannen hinter den einheimischen Iren und den Favoriten aus Großbritannien die Bronzemedaille.
Am letzten Tag gab es dann nochmal für Andrea Eling Grund zur Freude. Erst gewann sie in einem Herzschlagfinale Gold im Beach Flags Wettbewerb und wurde Europameisterin vor ihrer Kajakkonkurrentin Wiggens und der Spanierin Emma Gomez. Außerdem belegte sie mit ihren Teamkolleginnen in der abschließenden Taplinstaffel noch Bronze.