06.12.2018 - DLRG

Lifesaving-Weltmeisterschaft für DLRG erfolgreich zu Ende gegangen

Nach 17 Wettkampftagen endete am vergangenen Wochenende die Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen im australischen Adelaide. Mit 5 x Gold, 1 x Silber und 3 x Bronze nehmen die Sportler aus Sachsen-Anhalt 9 Medaillen mit nach Hause. Rund 1.000 Menschen nahmen an der Abschlusszeremonie am Strand von Glenelg, wenige Kilometer von Adelaide entfernt, teil.

Team DLRG Halle-Saalekreis am Wettkampfstrand in Glenelg (Australien)
Team DLRG Halle-Saalekreis am Wettkampfstrand in Glenelg (Australien)

Gurtretterstaffel Frauen DLRG Halle-Saalekreis
Gurtretterstaffel Frauen DLRG Halle-Saalekreis
Mit 7.000 Athleten, Betreuern, Offiziellen und Helfern war die Weltmeisterschaft die größte, die es bisher gegeben hat, sagte ILS-Präsident Graham Ford. 43 Nationalmannschaften sowie 132 Vereine aus der ganzen Welt nahmen an der WM im Süden Australiens teil. Dem DLRG-Nationalteam gehörten zwölf Rettungsschwimmer an, darunter mit Vivien Zander, Jessica Grote und Joshua Perling 3 Sportler aus Sachsen-Anhalt. In der Nationenwertung gelang der DLRG Platz 4. Die DLRG Halle-Saalekreis stellte zusätzlich ein Vereinsteam und ein Juniorteam, die DLRG Magdeburg ging mit zwei weiteren Teilnehmern bei der Vereins-WM an den Start. Nachdem Vivien Zander, Jessica Grote und Joshua Perling bei den Nationalmannschaftswettberben insgesamt fünfmal Gold gewinnen konnten, gewann die DLRG Halle-Saalekreis bei den Vereinsweltmeisterschaften in den Schwimmhallenwettbewerben eine Silber- und drei Bronzemedaillen. An den letzten drei Tagen im indischen Ozean gings es dann vor allem nochmal um den Kampf wichtiger Punkte für die Gesamtwertung. Medaillen gab es für die deutschen Rettungsschwimmer im Freiwasser keine, aber einige Erfolge im stark besetzten internationalen Teilnehmerfeld. In der Gurtretterstaffel gelang den Frauen der DLRG Halle-Saalekreis mit Platz sieben das beste deutsche Ergebnis in den Freiwasserdisziplinen. Bei den Männern gelang den Hallensern in der gleichen Disziplin das Erreichen des B-Finals und Rang 12. Beim Brandungsschwimmen erreichten mit Luster, van Os, Grote gleich 3 Hallenserinnen das Finale. "Das war wahrscheinlich mein letztes Einzelrennen bei einer Weltmeisterschaft. Ich bin sehr glücklich, dass ich mich nochmal mit den weltbesten Rettungsschwimmerinnen messen konnte.", sagte nach dem Wettkampf ein wenig wehmütig die Hallenserin Jessica Luster, die zur Zeit in Oslo lebt und arbeitet. Sie blickt auf 10 erfolgreiche Jahre zurück, in dieser Zeit nahm sie an 7 internationalen Meisterschaften und einmal an den World Games teil. Insgesamt sammelten die Hallenser 16 Punkte in den Freiwasserdisziplinen. "Das ist gut. Doch leider konnten wir nicht überall überzeugen und haben hier und da ein paar Punkte liegen lassen.", resümierte Trainer Daniel Gätzschmann. Am Ende rutschte das hallesche Team in der Vereinswertung noch von Rang 4 auf Platz 7 zurück. "Dennoch sind wir mit dem Abschneiden dieser jungen Mannschaft sehr zufrieden. Wir sind zweitbestes europäisches Team und haben in der Gesamtwertung wieder eine Top Ten-Platzierung erreicht. In den letzten 18 Jahren waren wir nie schlechter als Rang 7, das ist neben uns bisher keinem Vereinsteam der Welt gelungen.", berichtet Teammanager Holger Friedrich. Um die Zukunft muss dem DLRG-Team von der Saale nicht bange sein. Denn die Juniorenmannschaft wusste durchaus bei den für sie abschließenden Wettbewerben in der Schwimmhalle zu überzeugen. Viele Finalplatzierungen konnten erreicht werden. Der Höhepunkt für die Juniorinnen war der Gewinn der Bronzemedaille bei der Rettungsstaffel. Nina Hannemann, Charline Seidel, Hanna van Os und Andrea Eling freuten sich riesig über ihre erste Medaille bei Weltmeisterschaften.