30.07.2019 - Frank Löper

Fairplay-Gedanke war der große Gewinner

Achim Wagner (Mastercard), Urs Kluser (UEFA), Wolfgang Zender (Ostdeutscher Sparkassenverband), Christiane Bernuth (Deutsche Soccer Liga e.V.) und Andreas Silbersack (DOSB/von links) zogen beim Finale in Prora an einem Strang.
Achim Wagner (Mastercard), Urs Kluser (UEFA), Wolfgang Zender (Ostdeutscher Sparkassenverband), Christiane Bernuth (Deutsche Soccer Liga e.V.) und Andreas Silbersack (DOSB/von links) zogen beim Finale in Prora an einem Strang.
Vom 25. bis 27. Juli wurden in Prora auf Rügen die Deutschen Meister sowie die Fairplay Sieger der „Sparkassen Fairplay Soccertour 2019“ ermittelt. Das Gelände der Jugendherberge auf der Insel Rügen verwandelt sich anlässlich dieses Events jährlich in eine kleine Sportmetropole. Mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und insgesamt 296 qualifizierte Teams waren an die Ostsee gereist, um in spannenden Spielen die Sieger der einzelnen Altersklassen zu ermitteln. Dabei stand das Thema Fairplay natürlich im Mittelpunkt des Events.

Von März bis Juli fanden 42 Vorrundenturnieren sowie acht Landesfinals in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Daran hatten insgesamt 22.000 Spielerinnen und Spieler teilgenommen. Pro Turnier wurden bis zu 200 Spiele ausgetragen. Bei allen Turnieren der „Sparkassen Fairplay Soccertour 2019“ wurde das Thema Fairplay im Sport aufgegriffen und in der Praxis gelebt.

Programm „Integration durch Sport“ unterstützt die Tour
Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), das vom Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat gefördert wird, unterstützt die „Sparkassen Fairplay Soccertour“ dabei auch in diesem Jahr. DOSB-Vizepräsident Andreas Silbersack, Wolfgang Zender, Verbandsgeschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Achim Wagner, Vizepräsident Mastercard, Urs Kluger, Generalsekretär der UEFA Foundation, Christiane Bernuth, Präsidentin der deutschen Soccerliga und Christian Dahms, Generalsekretär des LSB Sachsen, konnten sich vor Ort von der Wirksamkeit der Fairplay-Initiativen des Bundesprogramms überzeugen.
Alle 14 Fairplay-Workshops beim Finale wurden von Programmmitarbeitern des Bundesprogramm sowie weiteren 70 ehrenamtlich engagierten Betreuer organisiert und durchgeführt. Bei den 42 Vorrundenturnieren sowie den acht Landesfinals fanden 42 Projekttage mit Bildungsworkshops zum Thema „Fairplay im Sport und im Alltag“ und mit interkulturellen Schwerpunktsetzungen statt. Zusätzlich wurden vom Bundesprogramm Fairplay-Botschafter geschult und eingesetzt und Soccer-Anlagen für die Spieltage bereitgestellt. Zu jedem Turnier wurden vom Programm „Integration durch Sport“ geförderte Stützpunktvereine als Leuchttürme der Integrationsarbeit präsentiert. An jedem Austragungsort der Tour vereinte sich das Streetsoccer-Turnier mit einem Projekttag mit verschiedenen Workshops zu Themen wie interkulturelle und antirassistische Bildungsarbeit, Fairplay in der Gesellschaft und der Finanzwelt, politische Bildung oder gesundheitliche Aufklärung.
Beim Bundesfinale in Prora absolvierten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Fairplay-Workshop und 14 weitere Stationen, die alle in die Fairplay-Wertung des Turniers einbezogen wurden. Dabei konnten man Sportarten aus anderen Kulturen wie Cricket, Capoeira oder Gorodki kennenlernen. Crossboccia, Karate, Kopftischtennis und Trampolin ergänzten das Programm. An einer Anlage zur Ermittlung der Schussgeschwindigkeit wurden die schnellsten Torschützen im Fußball ermittelt. Stützpunktvereine und Kreissportbünde aus den einzelnen Landessportbünden und Landessportjugenden von „Integration durch Sport“ betreuten die Mitmachangebote mit ehrenamtlich Engagierten. Ohne sie wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht umsetzbar.

Fairplay-Leuchtturm aus Legosteinen
Das Highlight des Rahmenprogramms war in diesem Jahr ein aus über 10.000 Legosteinen gestaltete Leuchtturm zum Thema Fairplay. 8.500 Teilnehmende hatten bei den Vorrundenturnieren in den jeweiligen Bundesländern parallel zu den Spielen die Workshops besucht und dort ihren Namen und eine Fairplay-Botschaft auf einen Legostein aufdrucken lassen. Diese Steine wurden in Prora zu einem 2,50 Meter hohen Fairplay-Leuchtturm verbaut. So setzten die Teilnehmer ein Zeichen für Respekt und Vielfalt.
In diesem Jahr beteiligten sich insgesamt 22.000 Kinder und Jugendliche an dem Projekt, bei dem vielfältige Impulse zum interkulturellen Lernen, zur Partizipation und zur Entwicklung ehrenamtlichen Engagements gegeben werden. Mit der Sparkassen Fairplay Soccertour möchten die beteiligten Bundesländer von „Integration durch Sport“ ein Signal für Integration, Vielfalt, Zusammenhalt, Gleichberechtigung und Engagement senden. Das ist auch in diesem Jahr hervorragend gelungen!