20.08.2019 - Patrick Breitmann

Hoher Überraschungsbesuch im eigenen „Wohnzimmer“

Für die erfolgreiche Trainingsgruppe um Bernd Berkhahn und seinen Assistenztrainer Norbert Warnatzsch gab es am 20. August eine große Überraschung beim Training in der Magdeburger Elbeschwimmhalle . Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, LSB-Präsident Andreas Silbersack, LSB- Vizepräsident Leistungssportentwicklung Axel Schmidt, LSB-Sportvorstand Torsten Kunke und Leiter des Olympiastützpunktes Helmut Kurrat nutzten die Gelegenheit des Trainings, um die erfolgreichen Schwimmerinnen und Schwimmer der Magdeburger Trainingsgruppe zu überraschen und Ihnen persönlich zur erfolgreichen Schwimm-Weltmeisterschaft 2019 in Südkorea zu gratulieren.

Mit insgesamt 7 Medaillen (4x Gold, 2x Silber, 1x Bronze) waren die Magdeburger Schwimmerinnen und Schwimmer das Aushängeschild des Deutschen Schwimm-Verbandes. Der Freistilspezialist Florian Wellbrock wurde Doppelweltmeister und freute sich jeweils über Gold im 10km Freiwasser-Rennen und über die 1.500m Freistildistanz im Becken. Damit schreibt Wellbrock Geschichte. Als erster Schwimmer überhaupt konnte er bei einer WM im Freiwasser und im Becken Gold holen. Das hat vor ihm noch niemand geschafft. Der Ausnahme-Schwimmer ist für den Gewinn seiner beiden Goldmedaillen bei den Schwimm-Weltmeisterschaften zum „Sportler des Monats Juli“ gewählt worden.

Die deutsche 4 x 1,25km Freiwasserstaffel mit Rob Muffels und Sarah Köhler aus der Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn beim SC Magdeburg schwamm ebenfalls in einem hochspannenden Rennen auf Platz eins. Neben Gold in der Freiwasserstaffel sicherte sich Sarah Köhler auch Silber über 1.500m Freistil im Becken und einen neuen deutschen Rekord, bei ihrem 4. Platz über 800m Freistil. Rob Muffels schlug über 10km Freiwasser als Dritter an und konnte sich so über Edelmetall freuen. In einem packenden Rennen sicherte Muffels mit 1,5 Sekunden Rückstand auf den Goldanschlag seines Trainingskameraden die Bronzemedaille.

Nach ihrem achten Platz beim 10km Freiwasserrennen überzeugte Finnia Wunram auf der 25km Strecke mit einer überragenden Leistung und belegte am Schluss den zweiten Platz. Mit diesen hervorragenden Ergebnissen erfüllen sich neben Florian Wellbrock auch Rob Muffels und Finnia Wunram den Traum von Tokio 2020. Gemeinsam mit der Würzburgerin Leonie Beck, die sich mit Platz neun im 10 km-Rennen ebenfalls das Olympia-Ticket sicherte, erreichten die deutschen Freiwasserschwimmer „ein historisches Ergebnis in der Geschichte des olympischen Freiwassersports, denn vier Qualifikationen für die Olympischen Spiele hatte zuvor noch nie ein Land geschafft“ so DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschligen.

26 Hundertstel trennten Franziska Hentke von einer Medaille über 200m Schmetterling. Nach einem sehr spannenden Rennen schlug sie als Vierte an und verpasste den Sprung aufs Treppchen denkbar knapp. Marius Zobel, der als Ersatzmann der Freistilstaffel nach Südkorea gefahren ist, kam leider nicht zum Einsatz.

Das erfolgreiche Abschneiden der Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn und Assistenztrainer Norbert Warnatzsch, insbesondere im Freiwasser, wo das deutsche Team mit 5 Medaillen den Medaillenspiegel vor Brasilien (2) anführt, stellt ein Highlight im Sportjahr 2019 dar. Wir wünschen den Sportlerinnen und Sportlern eine verletzungsfreie und erfolgreiche Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio und drücken die Daumen, dass sie an den erfolgreichen Ergebnissen der Weltmeisterschaft anknüpfen können.