27.09.2019 - Viktor Jukkert

Integration durch Sport feiert 30-jähriges Bestehen

Die Programmleiter*innen "Integration durch Sport" der Mitgliedsverbände stellten sich in Berlin dem Fotografen. Sachsen-Anhalt Programmleiter Viktor Jukkert (vorn, 2.v.l.) nahm direkt neben DOSB-Präsident Alfons Hörmann Platz. (Foto: Zöhre Kurc)
Die Programmleiter*innen "Integration durch Sport" der Mitgliedsverbände stellten sich in Berlin dem Fotografen. Sachsen-Anhalt Programmleiter Viktor Jukkert (vorn, 2.v.l.) nahm direkt neben DOSB-Präsident Alfons Hörmann Platz. (Foto: Zöhre Kurc)
Am 12. September 2019 wurde das Jubiläum des Bundesprogrammes „Integration durch Sport“ (IdS) im Rahmen des Parlamentarischen Abend des Deutschen Sport in Berlin mit einem Festakt gewürdigt. Bei den Feierlichkeiten dabei war auch eine kleine Delegation aus Sachsen-Anhalt, die sich aus Vertreter von Stützpunktvereinen sowie aus ehren- und hauptamtlichen Engagierten für das Bundesprogramm zusammensetzte.

Drei Jahrzehnte „Integration durch Sport“ - das sind drei Jahrzehnte gesellschaftliches Engagement des organisierten Sports, umgesetzt in den Vereinen, getragen von vielen tausend freiwillig Engagierten - und stets gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
Die integrative Kraft des Sports nutzen - diese Strategie entspringt einer Zeit großer Umbrüche, in der der „Kalte Krieg“ endete und die innerdeutsche Mauer fiel. Nicht zufällig also war das Jahr 1989 Auftakt für das Bundesprogramm „Integration durch Sport“, das vor dem Hintergrund politischen und gesellschaftlichen Veränderungen vom damaligen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und dem Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB), Hans Hansen, aus der Taufe gehoben wurde. Damals hieß das Programm noch „Sport für alle – Sport für Aussiedler“.
In diesem Jahr nun feiert das Bundesprogramm sein 30-jähriges Jubiläum. Drei Dekaden, in denen aus einem Projekt ein Programm entstand und sich neben dem Namen auch das Integrationsverständnis grundlegend verändert hat: von der einseitigen Anpassung zur interkulturellen Öffnung und einer Begegnung der Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf Augenhöhe. Seit Beginn der Initiative haben deutschlandweit knapp 10.000 Sportvereine und mehrere hunderttausend Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte Unterstützung durch das Bundesprogramm erhalten und von der interkulturellen Expertise seiner Mitarbeiter*innen profitiert.
Zum Festakt in Berlin kamen auch zahlreiche Persönlichkeiten aus Sport und Politik, um ihre Wertschätzung dem Programm und der damit verbundenen Arbeit auszudrücken. Neben einigen persönlichen Worten von Alfons Hörmann (Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes), gab es Grußworte von Stephan Mayer (Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat), Dr. Wolfgang Schäuble (Bundestagspräsident) und von IOC-Präsident Dr. Thomas Bach.

Jahrestagung IdS am 20. Oktober in Halle
In Sachsen-Anhalt ging das Programm zwei Jahre später, im November 1991, an den Start. Somit begeht Sachsen-Anhalt das 30-jährige Bestehen offiziell erst im Jahr 2021. Im Rahmen der jährlichen Tagung der Stützpunktvereine, die am 20. Oktober 2019 in Halle stattfindet, will man aber anlässlich des Bundesjubiläums auf das bisher im Land Geleistete mit ein wenig Stolz zurückblicken und Pläne für die Herausforderungen der Zukunft schmieden. Zur Jahrestagung der Stützpunktvereine werden die rund 40 Stützpunktvereine aus Sachsen-Anhalt sowie die Netzwerkpartner des Programms in Halle erwartet. Auf dem Programm stehen verschiedene Vorträge von Referenten, Workshops sowie Phasen des kollegialen Austauschs.