30.09.2019 - DOSB

Thema Gleichstellung bleibt hoch aktuell

Die Sprecherinnengruppe mit DOSB-Vizepräsidentin Dr. Petra Tzschoppe (von links): Kloty Schmöller, Katharina von Kodolitsch, Sybille Hampel, Juliane Bötel und Silke Renk-Lange. (Foto: DOSB)
Die Sprecherinnengruppe mit DOSB-Vizepräsidentin Dr. Petra Tzschoppe (von links): Kloty Schmöller, Katharina von Kodolitsch, Sybille Hampel, Juliane Bötel und Silke Renk-Lange. (Foto: DOSB)
Am 27. September tagte die 14. Frauen-Vollversammlung (FVV) des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Leipzig. Die Wahl deren Sprecherinnen stand dabei im Mittelpunkt. Die Hallenserin Silke Renk-Lange wurde dabei als eine von zwei Sprecherinnen der Landessportbünde in ihrem Amt bestätigt.

Neben Silke Renk-Lange wurden Kloty Schmöller (Bayerischer Landessportverband) für die Landessportbünde und Sybille Hampel (Bundesverband Deutscher Kraftdreikämpfer) für die Nicht-Olympischen Spitzenverbände einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Neu in die fünfköpfige Gruppe gewählt wurden Katharina von Kodolitsch (Deutscher Ruder-Verband) für die Olympischen Spitzenverbände und Juliane Bötel (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband) für die Verbände mit besonderen Aufgaben.
Die langjährigen Mitglieder der Sprecherinnengruppe, Mona Küppers (Deutscher Segler-Verband) und Gabriele Wrede (Deutscher Betriebssportverband) standen nicht mehr zur Wahl. DOSB-Vizepräsidentin Dr. Petra Tzschoppe verabschiedete die scheidenden Mitglieder und würdigte deren langjähriges ehrenamtliches Engagement, in das sie nicht nur viel Wissen und Erfahrung eingebracht hätten, sondern auch immer mit viel Spaß dabei gewesen seien.
Mona Küppers gehörte seit 2011 der Sprecherinnen-Gruppe an. Bereits 2010 wurde sie als Delegierte von der DOSB-Frauen-Vollversammlung in den Deutschen Frauenrat entsandt, seit 2016 ist sie dessen Vorsitzende. 2017 wurde sie zur Präsidentin des Deutschen Segler-Verbandes gewählt. Noch viel länger dabei war Gabriele Wrede, die bereits im Bundesausschuss für Frauen im Deutschen Sportbund, dem Vorgänger des DOSB, ehrenamtlich tätig war. Und seit 2006 gehörte sie dann der Sprecherinnen-Gruppe der DOSB-Frauen-Vollversammlung an.
Zuvor hatte Vizepräsidentin Tzschoppe die Delegierten der Frauen-Vollversammlung begrüßt und Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Feierlichkeiten zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ von 2018 zum Thema Quoten zitiert: „Das Ziel muss doch Parität sein. Parität überall.“ Und dafür seien die Quoten wichtig, hatte die Kanzlerin gesagt. Von diesem Ziel ist der Sport noch ein gutes Stück entfernt: 36 Prozent der Sportverbände hätten die 30-Prozent-Quote bei der Besetzung der Gremien erfüllt, 36 Prozent lägen bei 20-30 Prozent, der Rest dann unter zehn Prozent. Gleichstellung ist also nach wie vor ein hochaktuelles Thema (nicht nur) im Sport!
Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des DOSB, berichtete nicht nur über Neues aus dem DOSB, sondern würdigte vor allem die Werte des Sports als übergreifendes und verbindendes Element von Spitzensport, Breitensport und Gesundheitssport. Und selbstverständlich gelten die Werte auf dem Platz und neben dem Platz, so Rücker. Transparenz und Integrität seien das Wichtigste für die Glaubwürdigkeit der Sportverbände: Als hervorragendes Beispiel nannte sie das offene und transparente Verfahren der Suche nach Kandidatinnen bei der Wahl der Sprecherinnen der FVV.