30.03.2020 - Antonia Weishaar

Kinderschutz geht alle an!

Keine Tilgung mehr von Verurteilungen wegen sexualisierten Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen aus dem erweiterten Führungszeugnis

"Sportvereine müssen Schutzräume für Kinder und Jugendliche sein", so Jan Holze von der Deutschen Sportjugend (dsj).
Wir, die SPORTJUGEND Sachsen-Anhalt, teilen die aktuelle Initiative des Bundesrats, dass Verurteilungen wegen sexualisierten Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen nicht "verjähren" und aus dem erweiterten Führungszeugnis getilgt werden. Auch nach einem Vereinswechsel muss nachvollziehbar sein, ob es bereits eine Verurteilung in der Vergangenheit gab.

Bisher werden die Eintragungen bei Verurteilungen wegen sexualisierten Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen – wie bei anderen Straftaten – nach einigen Jahren gelöscht. Damit fehlen aber z.B. Sportvereinen Informationen, um Personen, die wegen Straftaten zum Nachteil von Minderjährigen verurteilt worden sind, vom Umgang mit Minderjährigen auszuschließen. Mit der vorgeschlagenen Gesetzesänderung soll erreicht werden, dass verurteilten Sexualstraftäter*innen der berufliche und ehrenamtliche Umgang mit Kindern und Jugendlichen dauerhaft verwehrt werden kann.

Wir bieten übrigens regelmäßig eine Qualifizierung als „Kinderschutzbeauftragte*r im Sportverein“ an. Die beiden Ausbildungsmodule sollen dieses Jahr im Herbst stattfinden. Außerdem berät unser Jugendbildungsreferent Stefan Gradwohl zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt im Sportverein.

Solltet ihr selber von Gewalt betroffen sein, oder jemanden kennen, hilft Nummer gegen Kummer e.v unter 📞116111 anonym und kostenlos weiter!

 Kinderschutz - Prävention sexualisierter Gewalt im Sport (Ansprechpartner der SPORTJUGEND)