21.08.2015 - Annette Lippstreu

WM-Bronze für Ivo Kilian

Im Finale der Klasse VL2 und seinem letzten Rennen bei der diesjährigen Parakanu-WM in Mailand erkämpfte Ivo Kilian vom Halleschen Kanu-Clubs 54 e. V. (HKC 54) die Bronzemedaille.

Maik Polte und Ivo Kilian  (stehend v. l.), Patrik Pogarasi (sitzend)
Maik Polte und Ivo Kilian (stehend v. l.), Patrik Pogarasi (sitzend)
Vor einem Jahr in Moskau bei seinem ersten WM-Start kam er noch als Neunter ins Ziel. Auch wenn das Starterfeld heute nicht so stark besetzt war, zeigt sich die Leistungssteigerung des Athleten. Da die Bootsklasse (Va‘a) nicht mehr paralympisch ist, satteln viele Athleten auf die paralympische K-Klasse (Kajak) um.
Dies hat auch Ivo Kilian seit dem Frühjahr getan und fährt nach Aussage von Cheftrainer Mathias Neubert bereits gute Zeiten. Im heutigen B-Finale der Klasse KL2 war er allerdings eine Sekunde langsamer als Clubkollege Patrik Fogarasi. Im Ergebnis kamen die beiden halleschen Parakanuten als 16. und 18. Ins Ziel. „ Ivo muss insbesondere noch an seinem Start arbeiten. Dort verliert er zu viel Zeit und muss das Feld dann von hinten aufrollen. was bei einem Sprint auf Spitzenniveau zu viel Rückstand einbringt“, so eine kurze Einschätzung des Cheftrainers. Damit sind erste Aufgaben für die kommenden Trainingsmonate klar. Im Mai kommenden Jahres wird es dann ernst in Richtung Paralympics in Rio.
Maik Polte (ebenfalls HKC 54) erreichte bei seinem ersten internationalen Wettkampf im Vorlauf der ebenfalls nichtparalympischen Klasse VL3 im Feld der 15 Starter als Zwölfter das Ziel. Er konnte sich im Semifinale zwar steigern, doch langte sein sechster Platz nicht für eine Finalteilnahme.
Der Deutsche Behindertensportverband ist bei der WM, die behinderte und nichtbehinderte Kanuten zur gleichen Zeit und am gleichen Ort austragen, mit neun Athletinnen und Athleten vertreten. Der HKC 54 stellt mit drei Startern ein Drittel des deutschen Teams.