06.11.2015 - Frank Löper

Demokratietrainer und Konfliktmanager tauschen sich aus

Beim Eröffnungsgespräch der Fachtagung standen die Errungenschaften und Herausforderungen des Bundesprogramms im Mittelpunkt der Diskussion.
Beim Eröffnungsgespräch der Fachtagung standen die Errungenschaften und Herausforderungen des Bundesprogramms im Mittelpunkt der Diskussion.
Sie heißen Demokratietrainer, Konfliktberaterin oder Engagementlotsen. Sie setzen sich für tolerantes und respektvolles Miteinander in ihren Vereinen ein. Mittlerweile gibt es über 600 von ihnen in Sport-, Feuerwehr- und Wohlfahrtsverbänden, bei kirchlichen Trägern und Heimatorganisationen. Fast 200 aus den fünf jungen Bundesländern tauschen sich bei der Fachtagung "Nah dran" noch bis zum 6. November in Magdeburg über ihre Arbeit aus und diskutieren darüber, wie demokratische und tolerante Vereinsstrukturen gestärkt werden können.

Der LSB Sachsen-Anhalt ist in diesem Jahr zusammen mit dem Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, Ausrichter der Fachtagung. „Als Landessportbund wollen wir offen sein für Menschen jeglicher Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Hautfarbe. In einem Verband mit 340.000 Mitgliedern kommt es aber trotzdem zu Problemen“, ist sich der Vorstandsvorsitzende des LSB Sachsen-Anhalt, Dr. Lutz Bengsch, bewusst. „Die Demokratietrainer beraten und unterstützen unsere Vereine vor Ort im Umgang mit Konflikten, z.B. wenn Fans Fußballspieler rassistisch beleidigen oder Vereinsmitglieder mit fremdenfeindlichen Aussagen auffallen.“
Beim Eröffnungsgespräch diskutieren er zusammen mit Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im BMI, Iris Gleicke, Parl. Staatssekretärin im BMI, Prof. Ulf Gundlach, Staatssekretär im Innenministerium Sachsen-Anhalt, und Hanne Wurzel, Fachbereichsleiterin Extremismus bei der Bundeszentrale für politische Bildung, über Errungenschaften und Herausforderungen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“, das die die Ausbildung der Demokratietrainer und Konfliktberater ermöglicht.
Am Nachmittag tauschten sich die Tagungsteilnehmer zu Themen wie Krisenmanagement am Beispiel des FC Ostelbien Dornburg e.V. oder die Herausforderungen, die die aktuelle Flüchtlingswelle an die gemeinnützigen Organisationen stellt, aus. Am heutigen 6. November findet die Fachtagung in Magdeburg ihre Fortsetzung.