20.11.2015 - Jan Christoph Rödel

Gemeinsam für mehr Inklusion im Fußball

Gemeinsam will man mehr für die Inklusion im Fußball tun.
Gemeinsam will man mehr für die Inklusion im Fußball tun.
In Bennstedt fand am 18. November eine „Leuchtturmveranstaltung“ zum Austausch über Maßnahmen und Projekte im Fußball für Menschen mit und ohne Behinderung statt. Der Fußballverband Sachsen-Anhalt (FSA), mit Unterstützung der DFB Sepp-Herberger-Stiftung und das Projekt „Sport & Bewegung inklusiv“ im LandesSportBund Sachsen-Anhalt (LSB) hatten dazu eingeladen.

Zur Unterstützung der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Sachsen-Anhalt wurden Anregungen für die weitere Entwicklung des Fußballs für Menschen mit und ohne Behinderung gesammelt. In Deutschland leben mehr als 10 Millionen Menschen mit Behinderungen und für viele von Ihnen ist der Fußball die beliebteste Sportart. Um den Wunsch nach inklusiven Sportangeboten gerecht zu werden, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen und Strategien. Vertreter des organisierten Sports aus Vereinen und Verbänden, aber auch Politiker, Vertreter von Förderschulen und Mitarbeiter von Werkstätten für behinderte Menschen diskutierten engagiert.
Eberhard Bunzel, LSB-Sportvorstand, erklärte: „Der Fußballverband ist mit diesem Projekt Vorreiter und hat innerhalb eines Jahres viel bewirkt. Der LSB ist bestrebt die Anstrengungen für die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention durch das Projekt `Sport & Bewegung inklusiv` zu koordinieren und zu bündeln. Diese Veranstaltung ist dafür ein starkes Signal.“
Die Veranstaltung wurde in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von FSA, LSB, Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt (BSSA), Special Olympics Sachsen-Anhalt (SOSA), der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) sowie der Lebenshilfe Sachsen-Anhalt vorbereitet.
Dirk Overbeck, FSA-Beauftragter für Behindertenfußball, hielt nach der Begrüßung ein Impulsreferat und stellte die Positionen aus den zuvor erfolgten landesweiten Umfragen unter Schulen, Werkstätten und Sportvereinen vor. Er referierte zu den Herausforderungen der Inklusion für den Fußball in Sachsen-Anhalt. Dabei betonte er: „Verständnis und Wille zum Handeln sind nötig, um neue Kooperation und weitere Unterstützung zu generieren.“
Die Teilnehmer der Veranstaltung füllten individuelle Fragebögen mit ihren Anregungen zur Gestaltung des Fußballs für Menschen mit Behinderung sowie inklusiver Projekte aus. In der Gruppenphase wurden in den Arbeitsgruppen unzählige praxisbezogene Hinweise und verschiedene Ansätze zur Intensivierung der Aktivitäten in Sachsen-Anhalt zusammengetragen. Als Moderatoren der Arbeitsgruppen fungierten Andreas Twardy (LAG WfbM), Detlef Rüprich (BSSA) und Jan Christoph Rödel (SOSA). Themen waren ein gemeinsamer Spielplan, die Unterstützung der Wettkampfaktivitäten, Qualifizierung im Sport und der Nutzung von cloudbasierter Kommunikation im Internet.