11.01.2016 - KVSA

Karate und Gewaltprävention in Sachsen-Anhalt

Gemeinhin wird mit Kampfkünsten oder Kampfsportarten assoziiert, dass sie Wehrhaftigkeit und Selbstbewußtsein vermitteln, welche zum Schutz gegen Aggressionen anderer befähigen sollen. Weit weniger wird jedoch beachtet, dass sie schon im Vorfeld, zur Prävention gegen Gewalt eingesetzt werden können.

Um Letzteres stärker in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, führte der Karateverband Sachsen-Anhalt e. V. als einziger, in Sachsen-Anhalt anerkannter Fachverband für Karate im November 2015 ein erstes Projekt zum Thema Gewaltprävention für Kinder an Schulen durch. Die dazu notwendigen, finanziellen Fördermittel wurden über den 1. Shotokan Karate Do Verein Schönebeck e.V. größtenteils bei der Sparkassenstiftung des Salzlandkreises eingeworben; die Durchführung oblag dem Karateverband Sachsen-Anhalt, vertreten durch dessen Gewaltschutztrainer Michel Olschewski (Sport- und Karateschule Staßfurt). Das Projekt wurde nach entsprechenden, dahingehenden Bedarf signalisierenden Gesprächen mit der die Durchführung befürwortenden Schulleitung als Wochenendkurs an der Karl- Liebknecht Grundschule in Schönebeck durchgeführt. Jene stellte als Grundschule mit 250 Schülern verschiedener Nationalitäten und sozialen Schichten eine besondere Herausforderung dar und versprach bei erfolgreicher Durchführung eine wahre Bereicherung für Schüler, Lehrer und Projektleiter. Vom 20.11. bis 21.11.2015 besuchten letztlich Schüler der 2. bis 4. Klasse den dahingehenden Kurs. Der Eröffnungstag wurde durch Kennenlernspiele, Schreiübungen und der Erarbeitung von Grenzen und Regeln geprägt. Am frühen Abend fand ein Elternabend mit dem Ziel der Erörterung von Fragen der Eltern und Teilnehmer statt. Der zweite Tag stand im Zeichen der angstfreien Gefahrensensibilisierung, Gefahren zu erkennen und zu handeln, dem Suchen von Rettungsinseln, Erkennen von guten und schlechten Konstellationen und Rollenspielen in verschiedenen Situationen. Abschließend wurde ein Film zum Projekt gezeigt, und die Kinder konnten ihr Erlerntes anhand der gezeigten Situationen testen. An dieser Stelle gilt der Dank de die Sport -und Karateschule Staßfurt und an die Schulleitung der Grundschule Karl- Liebknecht für die Möglichkeit dieses Projekt durchführen zu können. Mit dem Ende der Veranstaltung stand für alle Beteiligten fest, diese Kurse weiterzuführen. Die Schulleitung bekundete den Bedarf solcher Kurse, welche eine große Hilfestellung zur Bewältigung des Schulbetriebes und zum Schutz der Kinder sind.