13.07.2016 - Frank Löper

Deutsche Olympiamannschaft für Rio des Janeiro steht

Judoka Luise Malzahn (SV Halle) präsentiert stolz ihr Olympia-Outfit! (Foto: dpa piture alliance)
Judoka Luise Malzahn (SV Halle) präsentiert stolz ihr Olympia-Outfit! (Foto: dpa piture alliance)
Unter dem Motto “Wir für Deutschland” wird die Deutsche Olympiamannschaft mit voraussichtlich 451 Athletinnen und Athleten bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an den Start gehen, davon 26 Ersatzleute. Im Ergebnis des dritten und letzten Nominierungstermins am 12. Juli wurden insgesamt zehn Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen-Anhalt für den vom 5. bis 21. August in Brasilien stattfindenden Sporthöhepunkt nominiert. Diese Zahl kann sich noch auf elf erhöhen, sollte sich Handballer Finn Lemke vom SC Magdeburg in den am 14. Juli festzulegenden 14-köpfigen Kader der deutschen Handballnationalmannschaft für Rio kämpfen.

Bei der dritten Nominierungsrunde lösten aus Sachsen-Anhalt Rico Freimuth (Zehnkampf/SV Halle), Paul Biedermann (200 m Freistil, 4×200 Freistil/SV Halle), Franziska Hentke (200 m Schmetterling/400 m Lagen/SC Magdeburg), Florian Wellbrock (1500 m Freistil/SC Magdeburg) und Jana Beckmann (Trapschießen/Priv. Schützengilde Nienburg 1887) ihr Ticket für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.
Mit Judoka Luise Malzahn (Gewichtsklasse bis 78 kg/SV Halle), Diskuswerferin Nadine Müller (SV Halle), den Ruderern Julia Lier (Doppelvierer/HRV Böllberg/Nelson), Marcel Hacker (Doppelzweier/SC Magdeburg) und Maximilian Planer (Vierer ohne Steuermann/ Bernburger Ruderclub) waren bereits fünf Mitglieder des Teams Sachsen-Anhalt für Rio bei der zweiten Nominierungsrunde am 28. Juni vom DOSB fest nominiert worden.
“Die Deutsche Olympiamannschaft ist bereit“, sagte Michael Vesper, Vorstandsvorsitzender des DOSB und in Rio Chef de Mission. „Wir sind optimistisch, dass wir mit einer leistungsbereiten und sympathisch auftretenden Mannschaft nach Brasilien fahren. Dabei kommt dem Teamgedanken eine besondere Rolle zu. Unser Motto ‘Wir für Deutschland’ bringt dies treffend auf den Punkt. Es zeigt, dass sich die Athleten der Olympiamannschaft auch immer als Botschafter unseres Heimatlandes verstehen, und es drückt aus, dass Sportdeutschland hinter der Olympiamannschaft steht.” “In unserer Mannschaft haben wir eine gesunde Mischung aus jungen, erfolgshungrigen Sportlern und Routiniers, die mit ihrer Erfahrung den Olympia-Debütanten helfen werden”, sagte Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport im DOSB und Sportlicher Leiter in Rio. “Im Team stehen einige Athletinnen und Athleten, die bereits Olympiamedaillen gewonnen haben. Allerdings zählen nicht nur die Medaillen. Wir wünschen uns von den Sportlern vor allem, dass sie an ihre Bestleistungen herankommen. Ich bin überzeugt, dass wir ein hochmotiviertes Team am Start haben.”
Der DOSB vertraue darauf, dass die deutschen Athletinnen und Athleten für einen sauberen Sport ohne Doping und Manipulation eintreten, hob Michael Vesper hervor: “Wir wollen keinen schmutzigen Lorbeer und keinen Erfolg um jeden Preis.”
Alle nominierten Sportlerinnen und Sportler haben vor ihrer Berufung in die Deutsche Olympiamannschaft die vom DOSB verabschiedete Athletenvereinbarung unterzeichnet. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) prüfte zudem, ob Regelverstöße gegen Dopingbestimmungen vorliegen. Zwischen dem Nominierungszeitpunkt und dem Beginn der Olympischen Spiele werden alle Mannschaftsmitglieder zusätzlich zu den üblichen Kontrollen noch mindestens einmal unangekündigt von der NADA getestet.
Die ersten Athletinnen und Athleten der deutschen Olympiamannschaft fliegen am 24. Juli nach Rio und beziehen das Olympische Dorf am 25. Juli. Am Abend des 1. August (20 Uhr) wird die Mannschaft offiziell am Flughafen in Frankfurt/M. verabschiedet. Nach dem Spielen von Rio wird das Olympiateam am 23. August im Frankfurter Römer empfangen.

 Mehr zur Deutschen Olympiamannschaft: