27.09.2016 - DLRG

Platz vier bei WM im Rettungsschwimmen

Das DLRG-Nationalteam belegte Platz vier bei den WM in den Niederlanden.
Das DLRG-Nationalteam belegte Platz vier bei den WM in den Niederlanden.
Die Nationalmannschaft der Rettungsschwimmer, mit fünf Sportlern aus Sachsen-Anhalt, hat die Weltmeisterschaft in den Niederlanden im September auf dem vierten Platz beendet. Insgesamt zehn Medaillen gewann die Auswahl der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und reihte sich damit hinter Weltmeister Neuseeland, Australien und Frankreich ein. Auch die fünf Sachsen-Anhalter durften sich über Edelmetall freuen.

Das von Teammanager Holger Friedrichvor der WM ausgegeben Ziel: "In der Nationenwertung wollen wir eine Platzierung zwischen drei bis sechs erreichen“, konnte voll erfüllt werden. Mit Platz vier in der Nationenwertung ist man sogar einen Platz besser als bei den Weltmeisterschaften vor zwei Jahren in Frankreich.

Gold und Weltrekord für Perling
Der Hallenser Joshua Perling gewann bei seiner WM-Premiere am zweiten Wettkampftag Gold über 4 x 25 Meter Retten einer Puppe. Im Finale stellte die Männer-Staffel um den 20-Jährigen zudem einen neuen Weltrekord (1:04,73 Minuten) auf. Noch am selben Tag erzielte Perling Platz sechs über die 200 Meter Super Lifesaver. Am Samstag feierte der Sportsoldat im Freigewässer Silber mit der Gurtretter-Staffel.

Bronze und Deutscher Rekord für die Damen
Auch das Damen-Quartett kehrt mit Edelmetall aus den Niederlanden zurück. Beide Gurtretter-Staffeln – im Schwimmbecken und in der Nordsee – erkämpften sich die Bronzemedaille. Im Pool schwammen die Hallenserinnen Jessica Luster und Theresa Franz mit Alina Riehm aus Magdeburg und der Dortmunderin Kerstin Lange mit neuem Deutschen Rekord (1:40,66 Minuten) auf das Treppchen. „Persönlich bin ich zwar nicht hundertprozentig zufrieden, doch die Leistungen in den Staffeln waren super. Wir haben gezeigt, dass wir uns in der Weltspitze positionieren können und haben unsere Erwartungen übertroffen“, sagte Jessica Luster. Die Vize-Europameisterin über die 200 Meter Super Livesaver verpasste bei ihrer zweiten WM-Teilnahme als vierte in dieser Disziplin eine Einzelmedaille und war vor allem mit ihrer Zeit nicht glücklich.
Für Jessica Grote aus Halle ist dagegen ein „Traum wahr geworden“. Bei ihrem ersten Auftritt in der DLRG Nationalmannschaft gewann sie Edelmetall mit der Gurtretter-Staffel im Freigewässer. „Draußen hatte ich nur diese Staffel und wollte alles geben, das habe ich getan und wir wurden mit Bronze belohnt“, so die mit 20 Jahren jüngste Frau im Team. Im Super Lifesaver siegte die Hallenserin im B-Finale und wurde neunte.

Aufholjagd am Nordseestrand
Vor den letzten beiden Wettkampftagen am Samstag und Sonntag in Noordwijk lag die DLRG Nationalmannschaft hinter den im Pool ebenfalls starken Italienern auf Rang fünf. In den Freigewässer- und Strand-Wettbewerben sammelten die Deutschen jedoch deutlich mehr Punkte als die Südeuropäer und schoben sich im Gesamtklassement noch einen Rang nach vorn. Die Wettbewerbe fanden vom 6. bis 11. September statt.