04.10.2016 - Pressereferent KVSA

Ein Tag im Zeichen des Karate - Do

Referenten und Teilnehmer des DKV-Tags
Referenten und Teilnehmer des DKV-Tags

Teilnehmer des DKV-Tags
Teilnehmer des DKV-Tags
Der Deutsche Karate Verband e.V. (DKV) führte am 10. September 2016 erstmal seinen DKV-Tag in Magdeburg durch. Dem Karateverband Sachsen-Anhalt e.V. (KVSA) war es erstmal seit seiner Gründung vor 25 Jahren gelungen, den Event der Spitzenklasse mit zahlreicher Karate-Prominenz nach Sachsen-Anhalt zu holen.

Jedes Jahr führt der Deutsche Karate Verband - DKV e. V. als einziger, im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) anerkannter Dach-Fachverband für Karate seinen Verbandstag, den sogenannten DKV – Tag durch. Ziel dessen ist es, Karatekas verschiedenster Altersgruppen und Schulen (sogenannte Stilrichtungen) übergreifend zusammenzuführen und gemeinsam unter einem jährlich wechselnden Motto trainieren zu lassen. Dabei stehen sowohl das Erlernen von Neuem, als auch das Festigen und Verfeinern von Bekanntem und der Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Parallel dazu wird diese Möglichkeit auch regelmäßig zum Training und Vergleich für die Leistungssportler im Hinblick auf die Vorbereitung auf nationale und internationale Wettkämpfe genutzt.
In diesem Jahr war es dem Karateverband Sachsen-Anhalt e. V. mit seinem Präsidenten Alexander Löwe zum ersten Mal Zeit seines nunmehr 25-jährigen Bestehens gelungen, diese Veranstaltung nach Sachsen-Anhalt, dort in die Landeshauptstadt Magdeburg zu bringen.
Zu diesem Zwecke hatte das mit der Organisation befasste Team um den Vorstand des KVSA sowie den USC Magdeburg unter Matthias Witzke keine Kosten und Mühen gescheut: Mit den Universitätssporthallen SH 1 und SH 2 waren zwei der modernsten Sportstätten der Landeshauptstadt dafür gebucht; Catering und Zelte zum gemütlichen Beisammensein besorgt sowie für angemessene Unterbringungen für die angereisten Gasttrainer gesorgt worden. Der Wettergott besorgte mit strahlendem Sonnenschein ein Übriges. Der DKV honorierte diese Anstrengungen seinerseits mit einem breitgefächerten Programm unter dem diesjährigen Motto „Selbstverteidigung, Selbstbehauptung und Gewaltschutz“, im Zuge dessen er ein hochkarätiges Trainerteam aufbot, welches die Aktiven anständig ins Schwitzen brachte. An der Spitze stand der mittlerweile über 80-jährige Großmeister Fritz Nöpel (10. Dan), der nicht nur mit seiner unerreichten, eigenen Art sowie einer oft desillusionierend offenen Einschätzung der Wirksamkeit diverser, oft mystifizierter Karatetechniken glänzte, sondern mit auch mit seiner trotz seines hohen Alters außerordentlichen Fitness bei vielen Teilnehmern buchstäblich die Kinnladen herunterklappen ließ. So bestand er zum Beispiel darauf, die Leitung zusätzlicher Trainingseinheiten zu übernehmen, weil die ihm ursprünglich eingeräumte Zeit zur Vermittlung seines umfangreichen Wissens zu gering bemessen sei…
Die Teilnehmer konnten sich dadurch ausgiebig – und oft auch recht schmerzvoll - in Bewegungsformen wie Schlagen, Stoßen , Treten, Werfen, Würgen und Hebeln üben, die ihnen erlauben, in realen Auseinandersetzungen unbeschadet die Oberhand zu erlangen.
Weiterhin wurden den Teilnehmern vom Traineraufgebot des DKV Aspekte der Erhaltung von Verteidigungsfähigkeit in realistischen Bedingungen aufgezeigt und praktisch erprobt, wie auch ausgiebig das Verhalten in Provokations- und Bedrohungssituationen unter dem Aspekt der Deeskalation beleuchtet wurde, welches für viele ein ungewohntes Szenario darstellten. Flankiert wurde jenes von Schulungen über rechtliche Aspekte in von Selbstverteidigungssituationen.
Darüber hinaus „schliffen“ die angereisten Bundestrainer für Kumite (Freikampf) Klaus Bitsch und Thomas Nitschmann sowie Kata (Kampf gegen einen imaginären Gegner), Efthimios Karamitsos in den von ihnen geleiteten Trainingseinheiten die Teilnehmer im Hinblick auf Taktik, Stellungs- und Ausweichschule, Angriffskombinationsmöglichkeiten und speziellen Fußtechniken derart, dass die Fußsohlen und die Hallen dampften. Als am Abend die letzten Sportler das Areal am Unicampus verließen, waren sich Ausrichter und Veranstalter einig, dass der DKV-Tag in Magdeburg seit Jahren der Beste und Schönste gewesen sei. Dieses spiegelte sich nicht zuletzt in der enorm hohen Teilnehmerzahl von 325 Karatekas aus dem gesamten Bunddesgebiet wieder. Das muss dem KVSA und dessen Karatekas erst einmal jemand nachmachen!
Insofern noch einmal ein ausdrückliches Dankeschön an alle, insbesondere dem USC Magdeburg unter Matthias Witzke, die zum Gelingen dieser Veranstaltung mit beigetragen haben.

 Karateverband Sachsen-Anhalt e.V.