20.10.2016 - Madlen Nöller

„STARK im Sport“: Qualifizierung für Vielfalt

Bereits am 07. Oktober fand das letzte Ausbildungsmodul der neuen "Diversity-Berater im Sport" in Sachsen-Anhalt statt. Im Rahmen des Projektes "STARK im Sport" hat der LSB Sachsen-Anhalt mehrere ehrenamtliche Berater qualifiziert. Zum Abschluss-Modul referierte Marcus Urban vom Verein für Vielfalt in Sport und Gesellschaft e.V. zum Thema Vielfalt/Diversity.

Im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Bereichen ist der offene Umgang mit sexueller Identität im Breiten- und Leistungssport scheinbar schwieriger. Oftmals verbergen Sportlerinnen und Sportler aus Angst vor Ablehnung, Anfeindungen und Gewalt ihre Homosexualität. Das Thema Homophobie im Sport wurde in Sachsen-Anhalt bisher nicht entsprechend seiner offensichtlichen Notwendigkeit behandelt. Dadurch wird die Herausbildung von Diskriminierung gefördert.
Aus diesem Grund wurde zum 01. Juli 2015 das Projekt "STARK im Sport" durch das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt und den LSB Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen. Deutschlandweit einmalig in Inhalt und Ausrichtung, übernimmt das Projekt damit innerhalb der deutschen Sportlandschaft eine Vorreiterrolle.
Das Projekt "STARK im Sport" zielt darauf ab, homophoben und transphoben Tendenzen im Sport in Sachsen-Anhalt entgegenzuwirken, und eine Sensibilisierung für das Thema Homophobie zu bewirken. Ferner wirkt es darauf hin, eine Kultur der Anerkennung und Akzeptanz zu schaffen, in der Sportler keine Ablehnung und Diskriminierung aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität befürchten müssen. Im Rahmen des "Aktionsplans gegen Homophobie" des Landes Sachsen-Anhalt kommt dem Projekt dabei eine Schlüsselrolle innerhalb der lokalen Sportstrukturen zu.
Die wesentlichen Projektinhalte sind Bildungsarbeit zur Aufklärung und Sensibilisierung sowie Vermittlung von Kompetenzen zum Umgang mit Homophobie und Transphobie, der Aufbau eines Netzwerkes gegen Homophobie im Sport sowie einer ehrenamtlichen Beratungs- und Unterstützungsstruktur mit einer zentralen Anlaufstelle für Betroffene und Interessierte sowie die Unterstützung von Vereinen und deren Mitgliedern und Fans vor Ort.
Sportvereine und einzelne Vereinsmitglieder, die sich angesprochen fühlen und sich mit der Problematik "Homophobie im Sport" konfrontiert sehen, können sich jederzeit für eine seriöse Beratung oder Hilfestellung an das Projekt wenden.
Das Projekt "STARK im Sport" wird gefördert durch das Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt (LSA) und durch den LSB Sachsen-Anhalt co-finanziert.

Ansprechpartnerin:
STARK im Sport
Projektkoordinatorin
Madlen Nöller
Tel.: 03 45/52 16 58 50
Mail: stark@lsb-sachsen-anhalt.de

 Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier: