23.01.2017 - Frank Löper

Eintracht Hildesheim gewinnt „Großer Stern des Sports“ in Gold

DOSB-Präsident Alfons Hörmann, Alexander Löwe (Yamakawa Karate-Do Ballenstedt), Bundespräsident Joachim Gauck, Hans-Heinrich Haase-Fricke (Harzer Volksbank eG) und Uwe Fröhlich (Präsident des BVR) bei der Preisverleihung. (von links, Foto: DOSB/BVR)
DOSB-Präsident Alfons Hörmann, Alexander Löwe (Yamakawa Karate-Do Ballenstedt), Bundespräsident Joachim Gauck, Hans-Heinrich Haase-Fricke (Harzer Volksbank eG) und Uwe Fröhlich (Präsident des BVR) bei der Preisverleihung. (von links, Foto: DOSB/BVR)
Am 23. Januar wurde der Verein Eintracht Hildesheim von 1861 in Berlin vom Bundespräsidenten Joachim Gauck für sein beispielhaftes gesellschaftliches Engagement mit dem Großen Stern des Sports in Gold ausgezeichnet. Der diesjährige Sieger in Deutschlands wichtigstem Breitensportwettbewerb wurde für sein Projekt „Zukunfts-Kompass Sportverein und Ganztagsschule“ geehrt. Einen der vierten Plätze und einen kleinen Stern in Gold gab´s für Sachsen-Anhalts Landessieger Yamakawa Karate-Do Ballenstedt.

Grundschulkinder für Sport motivieren und damit einen Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule schaffen, dafür setzt sich Eintracht Hildesheim ein. Rund 1.300 Kinder pro Woche bringt der Verein aus Niedersachsen mit seinen vielfältigen Sportangeboten in Ganztagsschulen in Bewegung. Seit fünf Jahren bietet Eintracht Hildesheim Sport-Arbeitsgemeinschaften in Grundschulen an. Neben Fußball oder Volleyball haben die Kinder so die Chance, auch Trendsportarten auszuprobieren. Mittlerweile ist der Verein für rund die Hälfte des Ganztagsangebots an Hildesheimer Grundschulen verantwortlich. Für dieses Engagement wurde der Verein in der DZ BANK in Berlin mit dem „Großen Stern des Sports“ in Gold 2016 ausgezeichnet. Der Verein Eintracht Hildesheim von 1861 e. V. wurde im Wettbewerb von der Volksbank Hildesheimer Börde eG begleitet.

90.000 Vereine bieten unglaubliche Möglichkeiten
Initiatoren des mit 10.000 Euro dotierten Preises sind der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken, die damit das breite gesellschaftliche Engagement von Sportvereinen würdigen. Die Auszeichnung wurde bereits zum 13. Mal vergeben. Bundespräsident Joachim Gauck überreichte den „Großen Stern des Sports“ in Gold gemeinsam mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann und Uwe Fröhlich, dem Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).
„Je früher Kinder ihre Liebe zum Sport entdecken, desto mehr profitieren auch wir als gesamte Gesellschaft davon“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. „Wer schon im Kindergarten oder in der Grundschule lernt, Sport ganz selbstverständlich in seinen Tagesablauf zu integrieren, der wird leichter Mitglied im Sportverein, bleibt dem Sport auch als Erwachsener treu und bleibt so fit bis ins hohe Alter. Sportdeutschland mit seinen 90.000 Vereinen bietet Sportfans – ob klein oder groß – unglaubliche Möglichkeiten.“ Auch BVR-Präsident Uwe Fröhlich lobte das Engagement der Vereine: „Jedes Jahr zeigen die ‚Sterne des Sports‘ erneut eindrucksvoll auf, wie sich die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland im Sportverein ehrenamtlich engagieren. Es ist uns als regional verankerte Genossenschaftsbanken besonders wichtig, diese herausragenden Initiativen zu fördern, damit sie ihre Ideen auch in Zukunft verwirklichen können.“

Wasserflöhe Darmstadt und Mainzer Schwimmer auf dem Treppchen
Die Integrative Tauchgruppe „Die Wasserflöhe“ vom Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt 1949 e. V. kam auf den zweiten Platz, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Hier können auch geistig behinderte Menschen das Tauchen lernen. Dabei werden sie von ehrenamtlichen Sporttaucherinnen und -tauchern unterstützt, die dafür eine spezielle Ausbildung absolviert haben. Die Bewerbung ging an die Volksbank Darmstadt - Südhessen eG.
Der dritte Platz, verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro, ging an den Mainzer Schwimmverein 1901 e. V., der eines von nur zwei öffentlichen Frei- und Hallenbädern in Mainz vor dem Aus gerettet hat. Seit zehn Jahren wird das Schwimmbad inzwischen vom Verein betrieben, der sich über die Volksbank Alzey-Worms eG beworben hat.
Insgesamt erhielten 16 Sportvereine aus ganz Deutschland eine Auszeichnung für ihr beispielhaftes gesellschaftliches Engagement. Alle hatten sich zuvor in dem dreistufigen Wettbewerb auf der Lokal- und Landesebene mit dem „Großen Stern des Sports“ in Bronze und Silber durchgesetzt und sich so für das Bundesfinale qualifiziert.

Yamakawa Karate-Do – ein Verein für alle
Einen der vierten Plätze und einen kleinen Stern in Gold gab´s für Sachsen-Anhalts Landessieger Yamakawa Karate-Do Ballenstedt und sein Projekt „Ein Verein für Klein und Groß und Jung bis Alt“. Neben Karate, bei dem die Mitglieder regelmäßig national und international Erfolge feiern, hat der Verein auch Gesundheitssport und Fitness sowie Selbstverteidigungs- und Gewaltpräventionskurse im Programm. Außerdem ist es den Trainerinnen und Trainern wichtig, den Kindern und Jugendlichen über den Sport hinaus Werte wie Höflichkeit und Respekt zu vermitteln. Als einziger Karateverein im Harzkreis kombiniert Yamakawa Karate-Do Ballenstedt Karatetraining für Kinder ab drei Jahre mit Kinderturnen. In Kooperation mit Kindertagesstätten bietet er das Konzept „Kleine Tiger sind die Sieger – Schule für das Selbstvertrauen“ an. Die Karateeinheiten des Vereins sind in Kitas und Schulen der Renner und bescheren dem Verein gleichzeitig talentierten Nachwuchs.

Der DOSB und die Volksbanken und Raiffeisenbanken schreiben die „Sterne des Sports“ seit 2004 jährlich aus. Durch die Prämierungen auf Orts-, Landes- und Bundesebene flossen den teilnehmenden Vereinen bisher rund 5,5 Millionen Euro zugunsten ihres gesellschaftlichen Engagements zu. Bereits Anfang April startet auf lokaler Ebene die Ausschreibung für die „Sterne des Sports“ 2017.

 www.sterne-des-sports.de