16.02.2017 - Annette Lippstreu

Erneut WM-Bronze für Andrea Eskau

Die deutsche Mixed-Staffel der WM in Finsterau
Die deutsche Mixed-Staffel der WM in Finsterau
Mit einer grandiosen letzten Runde hat es Andrea Eskau (USC Magdeburg) im Langlauf Sitzend über zwölf Kilometer bei der IPC-Heim-WM im Nordischen Skisport in Finsterau (Bayrischer Wald) am 16. Febraur wieder aufs Treppchen geschafft.

In den ersten drei Runden lag sie auf Rang vier hinter Liudmila Vauchok (Weißrussland), 3,6 Sekunden waren es vor Beginn der letzten Runde. Durch die Mobilisierung aller Kräfte konnte sie im Ziel jubeln und sich mit dem hauchdünnem Vorsprung von 1,9 Sekunden nach 37:00.0 Minuten Laufzeit die WM-Bronzemedaille sichern.
„Als ich mitbekommen habe, wie knapp es ist, habe ich noch mal alles reingelegt“, berichtete Eskau, für die es nach Bronze im Biathlon (mittlere Distanz) und Silber im Langlauf-Sprint die dritte Medaille bei der Heim-WM in Finsterau war. „Wir haben wieder gesehen, was für eine Kämpferin Andrea ist“, lobte Bundestrainer Ralf Rombach. Eskaus Teamkollegin Anja Wicker hatte mit den weichen Schneeverhältnissen zu kämpfen und wurde Siebte. Gold ging mit der Endzeit von 36:01.0 Minuten an die von Beginn an führende starke Oskana Masters (USA), Silber sicherte sich mit 36:51.7 Minuten die Norwegerin Birgit Skarstein.
Auf Platz drei schaffte es auch Martin Fleig, der nach zweimal Gold im Biathlon für ihn selbst überraschend heute seine dritte WM-Medaille in der sitzenden Startklasse der Männer holte.
Gestern kam das deutsche Staffel-Quartett hinter der Ukraine, Schweden und Weißrussland ins Ziel. Sie hatten auf eine Medaille gehofft, doch die deutschen Langläufer mussten sich in Finsterau mit Rang vier begnügen. Im Mixed absolvierten Clara Klug (PSV München mit Guide Martin Härtl / SK Nesselwang), Steffen Lehmker (SV Kirchzarten), Andrea Eskau (USC Magdeburg) und Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg mit Guide Christian Winker / SSV Spaichingen) die 4x2,5 Kilometer in 28:49,3 Minuten. Startläuferin Klug musste den Anstrengungen der vergangenen Tage Tribut zollen. „Ich habe alles gegeben, aber das war heute leider nicht viel“, sagte die 22-Jährige, die als Sechste übergab. Die weiteren Deutschen brachten das Team zwar kontinuierlich heran, die Podestplätze waren aber außer Reichweite. Gold ging an das Quartett aus der Ukraine (26:56,5 Minuten), Schweden holte sich Silber (27:17,5 Minuten) und Weißrussland Bronze (28:12,3 Minuten).
Nach dem morgigen Ruhetag stehen am Wochenende noch die Wettbewerbe im Biathlon-Sprint und im Langlauf über die mittlere Distanz an. (IPC/nordski.de 15./16.02.2017)