20.02.2017 - Annette Lippstreu

Silber als vierte WM-Medaille für Andrea Eskau

Andrea Eskau auf dem Weg zu ihrer vierten Medaille bei der WM Para Nordic Skiing 2017
Andrea Eskau auf dem Weg zu ihrer vierten Medaille bei der WM Para Nordic Skiing 2017
„Ich glaube, heute hat es besser geklappt“, schätzte Andrea Eskau (USC Magdeburg) ihr Rennen unmittelbar nach Überqueren der Ziellinie ein. Wie richtig sie damit lag, bestätigte wenig später die offizielle Meldung der Jury bei der IPC-Heim-WM im Nordischen Skisport im bayrischen Finsterau. Eskau gewann im Langlauf über die mittlere Distanz (5 km) der sitzenden Damenkonkurrenz die Silbermedaille, nachdem bereits einmal Silber und zweimal Bronze bei dieser WM auf ihrem Konto stehen.

Schneller war auch in diesem Rennen die US-Amerikanerin Oksana Masters. Sie benötigte für die beiden jeweils 2,5 Kilometer langen Runden 14:10.5 Minuten. Mit 15,9 Sekunden Rückstand wurde Eskau Zweite in 14:30, 5 Minuten. Bronze ging an Birgit Skarstein aus Norwegen (14:42.4 Minuten). Für Eskau ist dieser Vizemeistertitel ein völlig versöhnliches Ergebnis. „Innerhalb einer Woche sieben Rennen zu absolvieren ist anstrengend, doch dafür trainieren wir, das ist man körperlich gewöhnt. Da der Kurs mir hier nicht ganz so lag, war es die größere Herausforderung, sich mental richtig einzustimmen. Die Silbermedaille ist für mich jetzt genau richtig. So bin ich besser motiviert für die Paralympics 2018, als wenn ich heute Gold gewonnen hätte. Ich habe Erfahrungen und Informationen gesammelt, die ich für ein besseres Abschneiden berücksichtigen muss“, so das Resümee der 45-jährigen.
Beim gestrigen Biathlon-Sprint (3 x 2 Km) reichte es für Eskau nur auf Rang vier. Fünf Schießfehler bedeutenden fünf Strafrunden, also 500 Meter zusätzliche Laufstrecke. Gold ging auch hier an Oksana Master (20:56.2 Minuten, zwei Fehlschüsse). Zweite wurde eine sicher schießende Anja Wicker (21:21.0 Minuten, 1 Fehlschuss) vor der Weißrussin Lidziya Hrafeyeva (21:48.0 Minuten, drei Fehlschüsse). Eskaus Zeit von 23:15.0 Minuten macht den Abstand deutlich, den ihr die missglückten Einlagen am Schießstand eingebracht hatten. (IPC/BSSA 19.02.2017)