22.03.2017 - Annette Lippstreu

Eskau zum Weltcup-Abschluss erfolgreich

Andrea Eskau
Andrea Eskau
(IPC / Nordski.de / DBS) 22.03.2017. Mit zwei Siegen und zwei zweiten Plätzen erreichte Andrea Eskau (USC Magdeburg) beim IPC-Weltcup in Sapporo (Japan) einen hervorragenden Saisonabschluss.

Musste sie im Langlauf über die mittlere Distanz von fünf Kilometern am Samstag noch ihrer Dauerkonkurrentin Oskana Masters aus den USA den Vortritt lassen und sich vor der Stuttgarterin Anja Wicker mit Rang zwei zufrieden geben, schaffte sie am Sonntag im Sprint den Sieg über Masters. Eskau nahm der Amerikanerin über die 2,5 Kilometer im Endergebnis 12,4 Sekunden ab und gewann in 8:07.8 Minuten. „Ein toller Sieg. Das war eine gute technische Performance von mir“, schätzte sie nach dem Rennen ein. Mit diesem Ergebnis schließt Eskau die Langlauf-Saison als zweite des Gesamt-Weltcups hinter Masters ab. Rang drei erkämpfte sich Anja Wicker.
Gestern, an ihrem 46. Geburtstag bestritt Eskau das vorletzte Biathlonrennen dieses Winters. Nach 35:29.3 Minuten, mit drei Schießfehlern und einer heftigen Kollision mit der Japanerin Nonno Nitta in der ersten Runde wurde sie über zehn Kilometer hinter Masters wiederum Zweite. „Der Zusammenprall hat mich etwas aus dem Konzept gebracht. Läuferisch war es trotzdem ein gutes Rennen“, so das Geburtstagskind. Heute nun machte sie sich ein noch größeres Geschenk. Im Biathlon-Sprint über sechs Kilometer blieb Eskau am Schießstand fehlerfrei und lies in 20:33.8 Minuten die sonst so dominante Athletin dieses Winters Oksana Masters (20:41.0 Minuten, ein Schießfehler) hinter sich. „Das war endlich eine gute Schießleistung und auch läuferisch konnte ich gut mithalten“, freute sie sich. Im Biathlon-Gesamtweltcup hat Andrea Eskau quasi auf der Zielgerade die US-Amerikanerin noch überholt und wurde dort ebenfalls zweite - mit deutlichem Abstand hinter Anja Wicker.
„Unser Team hat sich in den letzten Jahren toll entwickelt“, lobt Bundestrainer Ralf Rombach zum Saisonende, fügt aber mahnend an: „Wir müssen auch bedenken, dass die starke russische Mannschaft in diesem Winter nicht dabei war. Wir sollten daher nicht übermütig werden, sondern weiter hart arbeiten.“