15.05.2017 - Frank Löper

25 Jahre „Integration durch Sport“ in Ostdeutschland

Die Mitarbeiter des Programms "Integration durch Sport" aus Sachsen-Anhalt mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann und LSB-Präsident Andreas Silbersack.
Die Mitarbeiter des Programms "Integration durch Sport" aus Sachsen-Anhalt mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann und LSB-Präsident Andreas Silbersack.
Seit 25 Jahren engagieren sich die ostdeutschen Landessportbünde für die interkulturelle Öffnung im organisierten Sport sowie für die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund durch Sport in die Gesellschaft. Aus diesem Anlass fand am 6. Mai im Bauhaus Dessau ein Fachforum des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ der sechs ostdeutschen Landessportbünde statt.

Mehr als 170 Vertreter und Vertreterinnen aus Sport, Politik und Wissenschaft, darunter zahlreiche Sportvereine, Kreis- und Stadtsportbünde sowie Landesfachverbände, nahmen an der Veranstaltung in Dessau teil. Der Präsident des LSB Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, der in Dessau den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, begrüßen konnte, würdigte die Arbeit im Bundesprogramm. „Integration durch Sport ist eine echte Erfolgsgeschichte. Die Zahl der Migranten und Flüchtlinge, die durch den Sport ihren Weg in unsere Gesellschaft finden ist immens“, betonte er bei seiner Rede im Bauhaus Dessau. „Die gesellschaftlichen Aufgaben für den Sport und insbesondere für das Integrationsprogramm werden zukünftig nicht kleiner, sie werden eher größer und vielschichtiger“, richtete Silbersack den Blick nach vorn.
In zahlreichen Vorträgen, Workshops und überregionalen Erfahrungsaustauschen setzten sich die Teilnehmenden unter fachlicher Anleitung von Moderatoren aus dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ sowie führenden Professoren aus dem Forschungsbereich Sport und Gesellschaft mit folgender Leitfrage auseinander: „Bedarf es in den ostdeutschen Bundesländern spezifischer Rahmenbedingungen, um Integration gelingen zu lassen?“
Die Vertreterinnen und Vertreter aus dem Sport, die den Integrationsprozess in ihren Bundesländern aktiv mitgestalten, konnten durch die Teilnahme an den fachlichen Diskussionen über die spezifischen Integrationsbedingungen in Ostdeutschland ihre Handlungskompetenzen erweitern.
Die Ergebnisse des Fachforums werden im nun folgenden Evaluierungsprozess die Grundlage für die Entwicklung von Konzepten und Maßnahmen für die zukünftige Gestaltung der Programmarbeit zur „Integration im Sport“ in den ostdeutschen Bundesländern liefern.

Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“ wird seit mehr als 25 Jahren vom Bundesministerium des Innern (BMI) und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.