29.05.2017 - Frank Löper

Maximilian Planer Europameister mit dem Deutschland-Achter

Der Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften 2017 in Racice. (Foto: dpa)
Der Deutschland-Achter bei den Europameisterschaften 2017 in Racice. (Foto: dpa)
Bei den Europameisterschaften der Ruderer im tschechischen Racice fuhr der nach den Olympischen Spielen neuformierte Deutschland-Achter am 28. Mai einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg mit einer Bootslänge Vorsprung vor Polen und den Niederlanden heraus. Mit im Boot der für den Bernburger Ruderclub startende Maximilian Planer.

Beim Deutschland-Achter lief es in Racice vom Start weg rund. Die Crew um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) fuhr im Finale frühzeitig einen Vorsprung von einer Bootslänge heraus und sorgte so für eine Vorentscheidung. "Wir konnten uns mit einem guten Streckenschlag und ohne zusätzliche Sprints auf der ersten Streckenhälfte lösen. Das war sehr souverän und kontrolliert", erklärte Ocik nach dem Rennen. Der Bernburger Maximilian Planer ergänzte: "Bei 1.250 Metern wusste ich: Nur ein grober Patzer kann uns noch den Sieg rauben."
Der souverän herausgefahrene Sieg bei den Europameisterschaften dürfte dem deutschen Paradeboot die nötige Sicherheit und das Selbstvertrauen für die Weltmeisterschaften geben, die Ende September in Sarasota (USA) stattfinden. Nach Platz zwei bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro sind die deutschen Ruderer jedenfalls optimistisch. Steuermann Martin Sauer: "Wir haben dieses Jahr eine richtig gute Mannschaft!"
Für die weiteren sachsen-anhaltischen EM-Teilnehmer gab es folgende Platzierungen: Max Appel vom SC Magdeburg fuhr zusammen mit dem Koblenzer Timo Piontek im Doppelzweiter auf Platz vier. Philipp Syring (SCM) schaffte mit dem deutschen Doppelvierer leider nicht den Sprung ins Finale. Das deutsche Boot beendete die Wettkämpfe auf Rang acht. Mit drei EM-Medaillen blieb die deutsche Flotte deutlich unter der Ausbeute von der Heim-EM in Brandenburg im Vorjahr (2-5-1). "Nach Olympia hatten wir einen sehr starken Umbruch. Wir stehen im neuen Zyklus ganz am Anfang. Da zählt es für mich nicht, wie viele Medaillen wir holen", sagte DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock.