30.05.2017 - Frank Löper

Sachsen-Anhalts Topathleten mit tollen Leistungen

Zehnkämpfer Rico Freimuth (SV Halle), hier bei der WM 2015 in Peking, hatte auch beim Saisonauftakt in Götzis Grund zum Jubeln. (Foto: dpa)
Zehnkämpfer Rico Freimuth (SV Halle), hier bei der WM 2015 in Peking, hatte auch beim Saisonauftakt in Götzis Grund zum Jubeln. (Foto: dpa)
Mit den Leichtathleten, Kanuten und Ruderern waren in den letzten Tagen die Spitzenathleten des Landes in den olympischen Kernsportarten am Start. Dabei gab es zahlreiche Spitzenergebnisse und die eine oder andere positive Überraschung.

Bei den Europameisterschaften im Rudern in Racice (wir berichteten) stach die Leistung des deutschen Achters mit Maximilian Planer vom RC Bernburg besonders hervor. Aber auch der vierte Platz im Doppelzweier, den Max Appel (SC Magdeburg) in seiner ersten Saison bei den Erwachsenen zusammen mit Timo Piontek (Koblenz) herausfuhr ist aller Ehren wert. SCM-Ruderer Philipp Syring sammelte mit Platz 8 im Doppelvierer zudem erste internationale Erfahrungen bei den Großen.
Im Kanurennsport überraschte Yul Oeltze vom SC Magdeburg, der im Canadier-Zweier zusammen mit Peter Kretschmer (Leipzig) beim Kanu-Weltcup in Szeged die favorisierten Olympiasieger Sebastian Brendel/Jan Vandrey aus Potsdam im internen Zweikampf der deutschen Boote schlug. In der Gesamtwertung kamen Oeltze/Kretzschmer in Szeged hinten den Booten aus Polen und Kuba auf Rang drei.
In der Leichtathletik überzeugt Zehnkämpfer Rico Freimuth vom SV Halle beim Mehrkampf-Meeting in Götzis mit Platz drei und starken 8.365 Punkten. Damit hat der Hallenser die Norm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August in London geknackt. Rico Freimuth zu seinem Zehnkampf: „Ich bin zufrieden, aber nicht hundertprozentig mit allem, da gibt es überall noch Kleinigkeiten und Unsicherheiten, die ich ausmerzen will. Die Norm war das erste Ziel, jetzt ist das nächste Ratingen. Ich traue mir zu, da noch 140 Punkte draufzupacken.“
Auch Sachsen-Anhalts Werfer konnten mit starken Leistungen glänzen. Nadine Müller vom SV Halle gewann das Diskuswerfen beim Halleschen Werfertag am 20./21. Mai mit 65,76m. Auch die Drittplatzierte, Anna Rüh vom SC Magdeburg, schaffte mit 63,90m die WM-Norm. Bei den Männer konnten in Halle Martin Wierig (Diskus/5. mit 64,74m) und Dennis Lewke (Kugel/4. mit 19,68m/Bestleistung) überzeugen. Wierig hatte bereits am Wochenende davor in Wiesbaden mit 65,56m die WM-Norm überboten. Für die Diskuswerfer, bei denen die nationale Konkurrenz um die WM-Startplätze riesig ist, gilt es bereits am 2. Juni beim Sole-Cup in Schönebeck nachzulegen.