08.05.2017 - ARAG

Hobby-Drohnen verursachen Risiken

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) schätzt, dass allein zu Weihnachten 2016 mindestens 100.000 Hobby-Drohnen verschenkt wurden. Drohnen sind leicht zu erwerben und – schenkt man der werblichen Darstellung Glauben – einfach zu bedienen.

Technikbegeisterten gelingen beeindruckende Foto- und Videoaufnahmen. Auf der anderen Seite können unkontrolliertes Flugverhalten und Abstürze immer wieder zu Personen- und Sachschäden führen. Was aber bedeutet der Einsatz von Drohnen für die Sportvereine? Schließlich handelt es sich dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) nach bei zivilen Drohnen um „Luftfahrzeuge“.
Im Rahmen der Haftpflichtversicherung des Sportversicherungsvertrages ist der Einsatz von vereinseigenen Flugmodellen bis 5 kg mitversichert. Dieser Versicherungsschutz gilt auch beim Einsatz vereinseigener Drohnen. Werden Flugmodelle/Drohnen mit einem höheren Abfluggewicht als 5 kg verwendet, bedarf es einer spezifischen Absicherung, d. h. eines gesonderten Versicherungsschutzes.
Nicht versichert ist jedoch, wenn private Drohnen von Mitgliedern, Helfern oder Zuschauern eingesetzt werden. Jeder Drohnenbesitzer sollte daher sicherstellen, dass der Betrieb der Drohne – auch durch befugte Personen in seiner Anwesenheit – in seiner Privathaftpflichtversicherung mitversichert ist. Ungeachtet dessen sollten Vereine kritisch prüfen, ob und inwieweit sie den Einsatz privater Drohnen bei ihren Veranstaltungen erlauben oder unterbinden.
Die DFS schätzt, dass zurzeit rund 400.000 Drohnen eingesetzt werden; die Zahl wird steigen – und mit ihr ein schon intensiv in Diskussion stehender gesetzlicher Regelungsbedarf. Dazu zählt auch die Aufmerksamkeit für einen notwendigen Versicherungsschutz.