08.06.2015 - Frank Löper

Team Rio: LSB-Präsident besuchte zahlreiche Teammitglieder

LSB-Präsident (links), OSP-Leiter Helmut Kurrat (2.v.r.) und LSB-Sportdirektor Torsten Kunke (re.) besuchten die Slalomkanuten Robert Becker, Thomas Behling, sowie Kai und Kevin Müller im Kanupark Markkleeberg.
LSB-Präsident (links), OSP-Leiter Helmut Kurrat (2.v.r.) und LSB-Sportdirektor Torsten Kunke (re.) besuchten die Slalomkanuten Robert Becker, Thomas Behling, sowie Kai und Kevin Müller im Kanupark Markkleeberg.
Am 3. und 4. Juni besuchte der Präsident des LSB Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, gemeinsam mit dem Leiter des Olympiastützpunktes, Helmut Kurrat, Mitglieder des 31-köpfigen "Teams Rio Sachsen-Anhalt" beim Training, um sich über die aktuelle Planung der vorolympischen Saison sowie die Nominierungschancen und -modalitäten zu informieren.

Der LSB-Präsident interessierte sich bei seinem Besuch an den Trainingsstätten in Halle, Magdeburg, Markkleeberg und Schönebeck auch für die Rahmenbedingungen und fragte nach, wo den Sportlern und Trainern mit Blick auf Rio 2016 "der Schuh drückt!"
Andreas Silbersack und Helmut Kurrat besuchten auf ihrer zweitägigen Rundreise u. a die Sportschützin Jana Beckmann, den Diskuswerfer Martin Wierig, den Rennkanuten Erik Leue, die Behindertensportler Ilke Wyludda, Henriette Schöttner und Tino Kolitscher die frischgebackenen Europameister der Slalomkanuten Thomas Becker und Robert Behling sowie ebenfalls Slalom fahrenden Zwillinge Kai und Kevin Müller, die Ruderinnen Anne Becker, Julia Lier und Michaela Schmidt, Judokämpferin Luise Malzahn und den Freistilschwimmer Paul Biedermann
. Der LSB-Präsident erhielt dabei interessante Einblicke in den sportlichen Alltag der Top-Athleten aus Sachsen-Anhalt. So konnte er sich unter Anleitung von Teamweltmeisterin Jana Beckmann beim Schießen auf die Tonscheiben ausprobieren und erhielt von Diskuswerfer Martin Wierig eine Einweisung in die Geheimnisse des Diskuswerfens. Begeistert zeiget sich Andreas Silbersack vom Teamgeist und der Heimatverbundenheit der besuchten Teammitglieder. So zeigten sich die Slalomkanuten Becker/Behling und Müller/Müller, die in direkter Konkurrenz um den einzigen olympischen Startplatz im Zweier-Canadier für Rio 2016 stehen, sportlich fair und treiben sich beim gemeinsamen Training im Kanupark Markkleeberg voran. Rennkanute Erik Leue, der ebenfalls in Konkurrenz zu seinen Vereinskameraden Yul Oelze und Michael Müller vom SC Magdeburg steht, betonte im Gespräch: „Am Ende ist wichtig, dass einer oder zwei aus unserer leistungsstarken Trainingsgruppe in Rio dabei sind.“
Auch wenn zahlreiche Athletinnen und Athleten, wie beispielsweise die Ruderinnen Anne Becker, Julia Lier und Michaela Schmidt oder Judoka Luise Malzahn (alle SV Halle) bereits im vorolympischen Jahr zur Boots- bzw. Teambildung viel Trainingszeit an anderen Standorten wie Berlin oder Dortmund zubringen, haben sie doch alle den festen Bezug zu ihren Heimatvereinen und Heimtrainern.
Einig waren sich fast alle der besuchten Sportler des Teams Rio in einem wichtigen Punkt: Die generellen Rahmenbedingungen für ihre langfristige Vorbereitung auf Rio 2016, im Zusammenspiel von Training, medizinischer und psychologischer Betreuung sowie beruflicher Ausbildung stimmen.“
Bei allen positiven Eindrücken, die der LSB-Präsident von den Trainingsstätten mitnahm, es war natürlich nicht überall „Friede, Freude, Eierkuchen…“. So gab z.B. Diskuswurftrainer Armin Lemme Ausbesserungsbedarf an den Wurfanlagen beim SC Magdeburg zu Protokoll und die halleschen Ruderinnen beklagten ihre mehr als dürftigen Heimtrainingsbedingungen, die in Abstimmung mit der Stadt Halle wohl erst nach den Olympischen Spielen 2016 eine Verbesserung finden werden. Die Probleme waren dem OSP-Leiter Helmut natürlich größtenteils bekannt. Den Athletinnen und Athleten sowie deren Trainern wurde versprochen, sich für Verbesserung stark zu machen, auch wenn einige Probleme nicht in der eigenen Hand liegen.

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 Team Rio Sachsen-Anhalt