10.06.2015 - Annette Lippstreu

Finale Fußball DM: Sachsen-Anhalt gegen Nordrhein-Westfalen

Sachsen-Anhalts Kapitän John-Pierre Friedrichs (l.) beim Zweikampf im Spiel gegen Baden-Württemberg
Sachsen-Anhalts Kapitän John-Pierre Friedrichs (l.) beim Zweikampf im Spiel gegen Baden-Württemberg
(Halle/Salzwedel, 10.06.2015) Der zweite Spieltag der Deutschen Meisterschaft Fußball für Menschen mit geistiger Behinderung im Salzwedler Werner-Seelenbinder-Stadion brachte der Landesauswahl Sachsen-Anhalt den Einzug ins Finale.

Am Vormittag stand das letzte Vorrundenspiel gegen die als stärkstes Team des Turniers gehandelten Kicker aus Nordrhein-Westfalen an. Die Sachsen-Anhalter hatten sich mit den beiden gestern gewonnenen Gruppenspielen bereits die Halbfinalteilnahme gesichert. So entschied sich Trainer Steffen Winkelmann, seinen Reservespielern eine Chance zu geben. Sie konnten also DM-Erfahrung gegen den amtierenden Deutschen Meister sammeln und die stärksten Spieler wurden geschont. Am Ende der Partie musste Sachsen-Anhalts Schlussmann Andre Schweigel (BSV Salzwedel) dreimal hinter sich greifen. Christoph Senftleben (TSV Einheit Burg) sorgte per Elfmeter für den einzigen Treffer Sachsen-Anhalts in dieser Partie. Damit beendete das Team die Vorrunde als Gruppenzweiter. In der Endrunde traf Sachsen-Anhalt auf Bayern. Der Sieger der Gruppe A hatte drei seiner vier Vorrundenspiele gewonnen. Im Halbfinale half dieser Bonus aber nicht. John-Pierre Friedrichs und Günter Ahlfeld (beide BSV Salzwedel) brachten ihr Team zur 2:0 Führung, die Sachsen-Anhalt auch bis kurz vor Spielende halten konnte. Erst wenige Minuten vor dem Abpfiff gelang den Bayern der Ehrentreffer. Der Treffer Friedrichs war dessen drittes Tor im Turnierverlauf. Damit ist der Mannschaftskapitän derzeit der beste Schütze seiner Mannschaft. Die zweite Halbfinalbegegnung entschied Nordrhein-Westfalen mit 2:0 gegen Mecklenburg-Vorpommern für sich. Somit trifft Sachsen-Anhalt morgen im Finale, welches um 11:15 Uhr im Salzwedler Stadion angepfiffen wird, auf einen als sehr stark einzuschätzenden Gegner. Im Spiel um Platz drei treffen bereits um 10:00 Uhr die Mannschaften aus Bayern und Mecklenburg-Vorpommern aufeinander.