04.10.2017 - Silvio Klawonn

Integrationslotsenausbildung erfolgreich abgeschlossen

Die neuen Integrationslotsen nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Die neuen Integrationslotsen nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.
Seit kurzem verfügt die Zeitzer Kampfsportgemeinschaft über vier Integrationslotsen im Sport. Tamar Zeidan, Gerald Eckert, Degen Brehani und auch Vereinschef Silvio Klawonn haben die Ausbildung erfolgreich bestanden. Neben den Zeitzern konnten auch Sven Wolter, Anne Kayser und Marco Luppe vom Ju-Fitness Halle-Peißen sowie Merle Remy aus Halle, Verena Böhnisch (KKH Berlin) und Sebastian Rösner (DG Berlin) die Ausbildung erfolgreich beenden.

Vom 23. bis 24. September 2017 fand in den Zeitzer Klinkerhallen der 2. Teil der Ausbildung zum Integrationslotsen statt. Die Veranstalter – neben dem Landesverband auch die Deutsche Gesellschaft e. V. und der Kurdistan Kultur- und Hilfsverein – begrüßten insgesamt 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bei der Integrationslotsenausbildung handelt es sich um einen Baustein des Projekts „Interkulturelles Kompetenz- und Lernzentrum Sport“, das im Projektverbund „Zusammenhalt durch Teilhabe“ durchgeführt und durch das Bundesministerium des Inneren auf der Grundlage eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird.
Mit der Ausbildung der Integrationslotsen verfolgt der Landesverband Ju-Jitsu Sachsen-Anhalt das Ziel, Ansprechpartner in den Vereinen in Fragen der interkulturellen Arbeit, der Sensibilisierung für den Umgang mit extremistischen Äußerungen und der „Präsentation nach außen“ zu haben. Integrationslotsen können dazu beitragen, in den Vereinen zu einem von Wertschätzung und Toleranz geprägten Klima beizutragen und damit z. B. die Integration von Geflüchteten in die Vereine zu erleichtern.
Den Anfang an diesem zweiten Wochenende machte Sebastian Rösner mit einer Diskussion zum Thema Selbstverständnis, Möglichkeiten und Grenzen der Integrationslotsen in der Sportvereinen die mit einer Profilbeschreibung abgeschlossen werden konnte. Anas Alkarri von der Europäischen Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar kam selbst über die Balkanroute aus Syrien nach Deutschland. In seinem Workshop berichtete er über seine Flucht und insbesondere auch über Unterschiede im syrischen und deutschen Alltag, die er aktuell kennenlernt und erfährt. Harald Berndt, Konflikttrainer und Mediator, ging in seinem eintägigen Workshop insbesondere auf die Themen Kommunikation und Umgang mit Konflikten/Mediation ein.