18.11.2017 - Frank Löper

LSB-Finanzen im Mittelpunkt des Hauptausschusses

Am 18. November 2017 fand im H+ Hotel Leipzig-Halle die turnusmäßige Beratung des Hauptausschusses des LSB Sachsen-Anhalt e.V. statt. Das nach dem Landessporttag zweithöchste Gremium des organisierten Sports in Sachsen-Anhalt verständigte sich umfassend zu den aktuell relevanten sportpolitischen Themen und fasste Beschlüsse zum LSB-Haushalt der Jahre 2016-2018.

Zum Stand der Leistungssportreform
Der Präsident des LSB Sachsen-Anhalt, Andreas Silbersack, blickte in seinem Bericht zurück auf die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit im Sport seit dem letzten Hauptausschuss und informierte über den aktuellen Stand der Umsetzung der Leistungsportreform auf Bundesebene und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Spitzensport auf Landesebene. Ende September hatten Sachsen-Anhalts Sportminister Holger Stahlknecht und der LSB-Präsident die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Spitzensport vorgestellt. Zusätzliche hauptamtliche Stützpunktleiter, eine attraktive Trainerförderung, Sportstipendien für studierende Leistungssportler und eine Unterstützung der Kommunen Halle und Magdeburg für die Sportanlagen sind die Eckpunkte. „Das Land bekennt sich damit klar zum Leistungssport, und zwar in einem Maße, wie es die Bundesregierung hoffentlich nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen auch tut“, sagte LSB-Präsident Andreas Silbersack. „Die Vernetzung der Spitzensportförderung von Bund und Land in Sachsen-Anhalt hat Symbolcharakter für andere Bundesländer“, so Silbersack.
Dem im Oktober 2017 neu gegründeten Verein „Athleten Deutschland“ e.V. steht der LSB-Präsident aufgeschlossen gegenüber. „Grundsätzlich ist alles positiv zu bewerten, was zur Stärkung der Athletenrechte beiträgt“, sagte Silbersack zu den Mitgliedern des Hauptausschusses. „Es ist gut, wenn Spitzensportlerinnen und Spitzensportler selbstbewusst auftreten und ihre Meinung äußern. Deshalb tun der DOSB und die Landessportbünde gut daran, diesen Prozess positiv zu begleiten.“

Beschlüsse zu LSB-Finanzen 2016 bis 2018
Zentrale Punkte der Tagesordnung des Hauptausschusses waren die Beschlüsse zu den Finanzen, die LSB-Vizepräsident Finanzen Rainer Voigt und Finanzvorstand Ines Kramer ausführlich vorstellen. Nach ausführlicher Diskussion bestätigten die Mitglieder des Hauptausschusses den Abschluss des LSB-Haushaltsjahres 2016 mit einem Gesamtetat von ca.23,7 Mio. Euro (inklusive Sportinternate und Mensen) sowie den der Landessportschule Osterburg von ca. 3 Mio. Euro. Auch dem LSB-Nachtragshaushalt für das Jahr 2017 in Höhe von ca. 24,0 Mio. Euro sowie 2,7 Mio. Euro für die Landessportschule wurde zugestimmt. Der Haushaltsbeantragung für das Jahr 2018 wurde ebenfalls das Votum der Mitglieder erteilt.

Sparkassen Sportabzeichen-Wettbewerb 2016
Als Sieger im Sparkassen Sportabzeichen-Wettbewerb 2016 der Kreis- und Stadtsportbünde wurde der KSB Jerichower Land mit einem Preisgeld von 2.000 Euro ausgezeichnet. Genau 2.968 der 91.693 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises haben im Jahr 2016 die Bedingungen für den Deutschen Fitnessorden erfüllt. Das ergab prozentual den höchsten Wert und führte zum Wettbewerbssieg. Auf den Plätzen zwei und drei kamen der KSB Stendal-Altmark und der KSB Salzland ein. Insgesamt wurden 2016 in Sachsen-Anhalt 28.402 Sportabzeichen abgelegt. Für das Jahr 2017 gelten Sparkassen Sportabzeichen-Wettbewerb der Kreis- und Stadtsportbünde neue Kriterien. Neben dem prozentualen Verhältnis der Sportabzeichenträger zur Wohnbevölkerung werden dann auch die Durchführung von Sportabzeichentreffs und -events sowie die Einbindung von Schulen und Vereinen gewertet.

Wettbewerb Kinder- und Jugendsport 2016
Für Platz 1 im Wettbewerb zum Kinder- und Jugendsport 2016 wurde der Stadtsportbund Halle mit einem Preisgeld in Hohe von 3.000 Euro gezeichnet. Hier gingen außerunterrichtliche Schulsportprojekte, die Lizenzausbildung im Bereich Kinder und Jugend, die JULEICA-Ausbildung und kreisoffene Veranstaltungen im Kinder- und Jugendsport in die Bewertung ein. Auf den Plätzen landeten der KSB Saalekreis und der SSB Magdeburg.