30.11.2017 - Frank Löper

Talentfindung hat sich flächendeckend etabliert

Projektleiterin Sandra Ripsch stellt den Zwischenbericht zum Talentfindungsprojekt vor.
Projektleiterin Sandra Ripsch stellt den Zwischenbericht zum Talentfindungsprojekt vor.
Der LSB Sachsen-Anhalt hat in dieser Woche zusammen mit den Partnern des Landesprojektes „Talentfindung und Talentförderung“ in Sachsen-Anhalt eine Zwischenbilanz der Jahre 2015 bis 2017 gezogen. Dabei konnte Projektleiterin Sandra Ripsch mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. Mehr als 43.000 Kinder haben seit dem Projektstart teilgenommen.

Die interessierten Zuhörer der Präsentation in Magdeburg waren Vertreter der Projektpartner, Ministerium für Inneres und Sport, Ministerium für Bildung sowie der Deutsche Sportlehrerverband, Landesverband Sachsen-Anhalt. Die Teilnahme von Vertretern des Deutschen Olympischen Sportbundes und der drei Schulleiter der Eliteschulen des Sports aus Halle und Magdeburg zeigt, welche Aufmerksamkeit das Talentfindungsprojekt auf Bundes- und Landesebene genießt.
Die von Projektleiterin Sandra Ripsch präsentierten Zahlen zeigen die Dimensionen des Projektes auf. Bei der jährlichen Durchführung des Talentwettbewerbs Sachsen-Anhalt-Spiele und der Einrichtung von regionalen Talentgruppen konnten inzwischen weitreichende Erfahrungen gesammelt werden.
Mit dem im März 2015 in den Grundschulen der Landkreise Mansfeld-Südharz, Wittenberg und der Stadt Halle gestarteten und im Folgejahr auf die Landkreise Altmark West, Salzland und die Stadt Magdeburg ausgeweiteten sportmotorischen Test, der inzwischen flächendeckend durchgeführt wird, wurden seither insgesamt 43.023 Kinder der 3. Klassen aus den ca. 550 Grundschulen erfasst.
Im Ergebnis der Testauswertung erhielten 7.653 von ihnen eine Einladung zu den Sachsen-Anhalt-Spielen, dem jährlichen Wettbewerb der sportlichsten Talente des Landes. Fast 44 % nahmen diese Einladung an und präsentierten sich zusammen mit anderen Talenten den Landestrainern aus den olympischen Kernsportarten des Landes.
An den bisher durchführten Sachsen-Anhalt-Spielen in den Jahren 2015, 2016 und 2017 haben 1.774 Mädchen und Jungen teilgenommen. Zu den Spielen 2018, die an zwei Wochenenden im April in Halle und Magdeburg durchgeführt werden, rechnen die Projektverantwortlichen mit bis zu 1.600 Teilnehmern.
Über die Sachsen-Anhalt-Spiele haben bisher 597 Talente den Sprung in eine der regionalen Talentgruppen geschafft. Aktuell gibt es insgesamt 42 dieser Gruppen. Die Zahl soll sich 2018 auf bis zu 50 erhöhen. Hier bereiten sich die Talente einer Region einmal wöchentlich auf eine mögliche Aufnahme an die Eliteschulen des Landes vor. Bisher fanden 34 Mädchen und Jungen über die Sachsen-Anhalt-Spiele und die Talentgruppen den Weg an eine der Eliteschulen des Sports in Halle oder Magdeburg.
Das Projekt hat neben der Talentfindung einen weiteren positiven Effekt. Alle 35.370 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassen, die nicht zu den Sachsen-Anhalt-Spielen eingeladen wurden, erhielten mit dem Halbjahreszeugnis Empfehlungen für regionale Bewegungsangebote in Sportvereinen.
Dieser Aspekt und die zusätzliche Einbindung von Schülerinnen und Schülern mit Handicap liegen Projektleiterin Sandra Ripsch für die Zukunft am Herzen. Die aktuell bis 2020 als Projekt angelegte Talentfindung in Sachsen-Anhalt zu verstetigen, liegt da auf der Hand.