29.12.2017 - Dr. Andreas Lange

Jessica Löschke beim Deutschlandpokal in Führung

Jessica Löschke beim Deutschlandpokal.
Jessica Löschke beim Deutschlandpokal.
Mitte Dezember hatte der Winter in Oberwiesenthal Einzug gehalten. In der Sparkassenarena am Fichtelberg lag mehr als ein halber Meter Schnee. Schneefall und teilweise unangenehmer Wind machten die Rennen beim Deutschlandpokal der Skilangläufer nicht einfach. Das störte Jessica Löschke vom TSV Leuna beim Sprintwettkampf in klassischer Technik herzlich wenig.

Alle Damen ab 17 Jahre und älter starteten in einer gemeinsamen Klasse. Von Anfang an gab Jessica Löschke, die als Siegerin der Landesjugendspiele in Sachsen-Anhalt erste Erfolge feierte, schon beim Prolog Vollgas. Jessica legte gleich eine Bestzeit aller gestarteten Damen vor. Auch im Viertel- und Halbfinale lief sie sehr engagiert und gewann diese klar. Nun standen sich auf der sehr anspruchsvollen 1,2 km-Runde mit 38 Höhenmetern die besten sechs Damen gegenüber. Jessica übernahm von Anfang an die Initiative und behielt im Verlaufe des gesamten Rennens die Übersicht. In Führung liegend stürmte sie auf die Zielgerade und es kam auch keine der schnellen Damen mehr an ihr vorbei. Neben die Goldmedaille durfte sie sich dann am Abend bei einer stimmungsvollen Siegerehrung auf dem Markplatz von Oberwiesenthal auch noch das Führungsleibchen des Deutschlandpokals umhängen lassen. Nun warten auf das junge Skitalent aus Sachsen-Anhalt Anfang Januar anspruchsvolle internationale Aufgaben.
Gut lief es beim Deutschlandpokal auch für Max Kermer vom SV Hasselfelde. Im Klassiksprint lief er beherzte Rennen in Prolog, Viertel- und Halbfinals und konnte so ins Finale über 1,6 km einziehen. Hier musste er den harten Ausscheidungen Tribut zollen und wurde als U18-Läufer im Herrenfinale immerhin Fünfter. Über 10 km in freier Technik erreichte er Platz 6 in seiner Klasse U18.
Auch am Start war Jannis Grimmecke vom NSV Wernigerode in der Klasse U16. Leider war er schon beim Start zum Prolog im Klassik-Sprint etwas unachtsam mit seinem Material und verlor sofort einen Ski. Da ist man natürlich beim Sprint gleich chancenlos. Mit Platz 31 fehlte am Ende gerade mal ein Platz zum Weiterkommen. Am Sonntag im Einzelrennen schaffte er es dann aber mit Platz 20 sogar in die Punkteränge.