22.06.2015 - Annette Lippstreu

Ilke Wyludda erneut Internationale Deutsche Meisterin

Ilke Wyludda bei den Halplus Werfertagen in Halle im Mai 2015
Ilke Wyludda bei den Halplus Werfertagen in Halle im Mai 2015
(Berlin / Halle, 22.06.2015) Bei den 37. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) Leichtathletik der Menschen mit Behinderung am vergangenen Wochenende verteidigte Ilke Wyludda (Hallesche Leichtathletikfreunde) im Berliner Friedrich–Ludwig–Jahn–Stadion erfolgreich ihren Titel im Kugelstoßen.

Bei kühlen Witterungsbedingungen verwies sie mit einer Siegweite von 10,66 Metern die amtierende Weltrekordinhaberin Nassima Saifi aus Algerien deutlich auf Rang zwei. Saifi kam in ihrem weitesten Stoß auf 9,98 Meter. Wyludda verfehlte in Berlin ihre erst eine Woche alte Jahresweltbestleistung um lediglich 15 Zentimeter und unterstrich damit ihre derzeitige sehr gute Form. Platz drei der Konkurrenz in der Startklasse F56/57 ging an die Cottbusserin Martina Willing. Im Diskuswurf belegte Ilke Wyludda mit 26,85 Metern und als beste Deutsche den dritten Rang der Internationalen Wertung. Gold ging mit 32,44 Metern an die Algerierin Saifi, Silber mit 28,49 Metern an Orla Barry aus Irland. Die als Ärztin in den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost Halle tätige Wyludda konnte nicht ganz an ihre Diskus-Bestleistung von 29.90 Metern heran kommen, die ihr in Berlin den Vizemeistertitel gebracht hätten. Auf dem Weg zu den Weltmeisterschaften, die im Oktober in Katar stattfinden werden, erwies sich die IDM als sehr gute Standortbestimmung. In beiden Disziplinen zeigte die Hallenserin konstante Stoß- bzw. Wurfserien.
Für weitere Erfolge sorgten die Leichtathleten vom VfB Germania Halberstadt mit zwei Titeln, drei zweiten und zwei dritten Plätzen. Die 4 x 100 Meter-Staffel der Männer belegte mit Martin Carmesin, André Strelow, Nils Hermann und Lukas Fröse als beste deutsche Staffel mit einer Zeit von 49,03 Sekunden den dritten Platz hinter Russland und dem Team Frankreich I. Nils Hermann holte weiterhin Silber über 400 und 200 Meter und Bronze über 100 Meter. Dabei war er über die 400 Meter der Schnellste in der nationalen Betrachtung. Lukas Fröse erlief sich in der U20-Wertung über 100 und 200 Meter den Meistertitel und wurde Zweiter über 400 Meter. Im Speerwurf der Männer in der Startklasse erkämpfte Martin Carmesin den Vizemeistertitel. An drei Wettkampftagen waren in Berlin 562 Athletinnen und Athleten aus 34 Nationen am Start, es fielen insgesamt 216 Entscheidungen.