24.05.2018 - Frank Löper

Neustart des LSB Sachsen-Anhalt vor zehn Jahren

Das LSB-Präsidium nach seiner Wahl am 24. Mai 2008 in Bernburg.
Das LSB-Präsidium nach seiner Wahl am 24. Mai 2008 in Bernburg.
Vor genau zehn Jahren, am 24. Mai 2008, wurde bei einem außerordentlichen Landessporttag in Bernburg eine neue Etappe in der noch jungen Geschichte des LSB Sachsen-Anhalt eingeläutet. Mit Andreas Silbersack als Präsident und einem komplett neu gewählten Präsidium wagte der Landessportbund nach einer schweren finanziellen Krise, ausgelöst durch einen Prüfbericht des Landesrechnungshofes zur Verwendung der Sportfördermittel, den Neuanfang.

Heute steht der LSB Sachsen-Anhalt inhaltlich und finanziell auf gesunden Beinen und hat in der sportpolitischen Wahrnehmung und Wertschätzung auf Bundes- und Landesebene einen neuen Stellenwert erreicht. Der Verdienst eines starken Teams unter Leitung von LSB-Präsident Andreas Silbersack.
Neben dem LSB-Präsidenten seit zehn Jahren mit dabei sind Silke Renk-Lange (Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung), Edda Kaminski (Vizepräsidentin Leistungssportentwicklung), Dirk Meyer (damals Vorsitzender der Sportjugend und heute Vizepräsident Gesellschaftspolitik und Sportinfrastruktur), Rainer Voigt (Vizepräsident für Finanzen), Erwin Bugar (Vizepräsident für Kommunikation und Marketing), Winfried Melzer (Vizepräsident Bildung und Personalentwicklung), Gustav-Adolf Schur (Ehrenpräsident) und Vorstandsvorsitzender Dr. Lutz Bengsch. Standen vor zehn Jahren die Abwendung der drohenden Insolvenz des LSB Sachsen-Anhalt und die Aushandlung einer in diesem Jahr auslaufenden Konsolidierungsvereinbarung mit dem damals für Sport zuständigen Sozialministerium auf der Agenda, kann man heute auf zahlreiche sportliche und sportpolitische Erfolge zurückblicken und sich wieder dem Alltagsgeschäft einer Sportorganisation widmen, das für Präsidium und Vorstand immer wieder neue Herausforderungen bietet.
Auf der Basis eines in der Praxis gut funktionierenden Sportfördergesetzes arbeitet man zusammen mit den Landesfachverbänden sowie den Kreis- und Stadtsportbünden an der Entwicklung einer gesunden Mitgliederbasis für das Sportreiben in den Sportvereinen des Landes. Mit zahlreichen Projekten auf allen Ebenen des Sports, vom Sportstättenbau über die Bildungsarbeit, die Talentfindung bis hin zu den gesellschaftlichen Herausforderungen, wie den Sport mit Menschen mit Behinderung, hat man neue Akzente setzen können, die den Sport in Sachsen-Anhalt und seine Organisationsstrukturen weiter nach vorn gebracht haben. Über zehn Jahre haben die handelnden Personen so in enger Zusammenarbeit mit dem heute für Sport zuständigen Innenministerium viel an verlorengegangenem Vertrauen zurückerobert.
Ausdruck dieser Entwicklung und eines neuen Selbstbewusstseins ist auch die Übernahme zahlreicher sportpolitisch bedeutsamer Ämter. So sind LSB-Präsident Andreas Silbersack als Sprecher der Konferenz der Landesportbünde, Dr. Petra Tzschoppe als Vizepräsidentin Frauen und Gleichstellung im DOSB und Silke Renk-Lange als Mitglied der Sprecherinnengruppe der Frauen-Vollversammlung des DOSB an wichtigen sportpolitischen Entscheidungsprozessen und Entwicklungen wie der Leistungsportstrukturreform oder dem DOSB-Mentoring-Programm, das junge weibliche Nachwuchskräfte auf Führungspositionen im Sport vorbereitet, beteiligt.
In diesem Jahr stehen für das Team um Andreas Silbersack wichtige Termine an. Mit dem 2. Sportkongress des LSB Sachsen-Anhalt unter dem Motto „Gemeinsam. Zukunft. Bewegen“ am 22. September in Halle will man neue Akzente für die Sportentwicklung auf Landesebene setzen. Tags darauf werden sich zahlreiche Präsidiumsmitglieder, die bereits 2008 den Neustart des LSB mitgestaltet haben, beim Ordentlichen Landessporttag in Halle zur Wiederwahl für die neue Legislaturperiode stellen.