(Leistungs-)Sport für alle – auch für LSBTIQ*?

In welcher Wettkampfkategorie starten trans*- und intergeschlechtliche Personen? Der Umgang mit Geschlechtervielfalt stellt die Sportwelt noch immer vor eine große Herausforderung: die intergeschlechtliche Läuferin Caster Semenya wurde die Startmöglichkeit über 800m der Frauen entzogen und der Internationale Rugby Verband verbietet die Teilnahme von trans* Frauen in der Frauen-Liga.

Welche Möglichkeiten es gibt sportliche Wettkämpfe unter Berücksichtigung der Vermeidung von Diskriminierung und sportlicher Fairness durchzuführen, stellen die Verantwortlichen für Diversity der EuroGames 2020 in diesem Vortrag mit dem erarbeiteten Wettkampfkonzept vor.

Referierende:
Tina Skourtellis (Diversity-Beauftragte EuroGames 2020)
Gäste:
Götz Fellrath (Geschäftsführer EuroGames 2020 und Co-Autor Gender-Policy)
Balian Buschbaum (Co-Autor Gender-Policy)

Der Vortrag wird organisiert durch das Organisationskomitee – NRW, zusammengesetzt aus Akteurinnen der EuroGames 2020/ Diversity-Abteilung, dem Landessportbund NRW und dem Stadtsportbund Düsseldorf.

Ansprechperson für Fragen:
Stadtsportbund Düsseldorf/ EuroGames2020 Diversity-Abteilung
Tina Skourtellis
0211 / 20054412
diversity@eurogames2020.de

Anmeldung
Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit. Ein Anmeldung ist nicht mehr möglich. Die Dokumentation zum Vortrag wird in Kürze eingestellt.

Dokumentation

"(Leistungs-)Sport für alle – auch für LSBTIQ*?" - Vortrag über das erarbeitet Wettkampfsystem der EuroGames2020

Inhalt: In welcher Wettkampfkategorie starten trans*- und intergeschlechtliche Personen? Der Umgang mit Geschlechtervielfalt stellt die Sportwelt noch immer vor eine große Herausforderung. Welche Möglichkeiten es gibt sportliche Wettkämpfe unter Berücksichtigung der Vermeidung von Diskriminierung und sportlicher Fairness durchzuführen, stellten die Verantwortlichen für Diversity der EuroGames 2020 in diesem Vortrag mit dem erarbeiteten Wettkampfkonzept vor. Die ca. 25 Teilnehmenden wurden anfangs aufgefordert kurz Stellung zu beziehen:
Screenshot Präsentation Vortrag "(Leistungs-)Sport für alle – auch für LSBTIQ*?" 
BundesNetzwerkTagung
Zentrale Punkte des EuroGames2020 Diversity-Konzeptes:
  • Die Identität einer Person steht im Vordergrund, nicht das Geschlecht:
  • Zuordnung auf Basis der Identität
  • Anmeldung/Registrierung in drei Kategorien: Male*ident (Kurzform Mann*), Female*ident (Kurzform Frau*), Divers* (Inter/Trans/non binary)
  • Auswahlmöglichkeiten bei den sportlichen Wettkämpfen:

  • Female*ident „sich als Frau*identifizierend“, non binary
    Male*ident „sich als Mann*identifizierend“, non binary
    (Nicht-binäre oder Inter* Personen wählen die Wettkampf-Kategorie frei aus)

Fragen und Anregungen aus dem Chat wurden im Anschluss diskutiert. Eine Auswahl:
  • Nachweisverfahren der Identität als Empfehlung für Streitfälle: DGTI Ergänzungsausweis (gilt auch im europäischen Ausland), Attest/Bescheinigung von Beratungsstellen/ Ärzt*innen / Therapeut*innen etc. Daraus entstand eine Diskussion um die Sichtbarkeit von Trans*-, Inter*- und nicht-binäre Personen. Nicht alle möchten "sichtbar" sein.
  • Wie hätten Konflikte gelöst werden können? Das EuroGames-Team hätte einen Diversity-Rat als Anlaufstelle für Streitfälle eingesetzt, der sich den bestimmten Fällen annimmt und in Rücksprache mit den Teilnehmenden Einzelfallentscheidungen getroffen hätte.
  • Die meisten Teilnehmenden des Workshops sprachen sich positiv über das Konzept aus. Es gab in der anschließenden Diskussionsrunde den Vorschlag das Konzept den Sportfachverbänden als Anregung zur Verfügung zu stellen.

Zum Nachlesen findet ihr das EuroGames2020 Diversity-Konzept hier.
PDF-DateiBuNT 2020_01_Gender Policy für die EuroGames 2020 (Konzept entwickelt von Tina Skourtellis, Götz Fellrath & Balian Buschbaum)