Sag was! - wie reagieren auf LSBTIQ*-Feindlichkeiten im Sport

„Alter, was war das denn für ein schwuler Pass?“, „Die Kampflesbe kann das“ oder „Wenn die Transe gleich kommt, ziehe ich mich hier aber nicht um“ – solche Sätze gehören für viele LSBTIQ*-Sportler*innen zum Alltag. Damit sich das ändert braucht es Menschen, die verbale Diskriminierung erkennen und auf diese reagieren. Anhand verschiedener Methoden und Fallbeispiele möchte der Workshop euch erstes Handwerkszeug dafür mitgeben.

Begleitet wird der Workshop durch die Deutsche Sporthochschule Köln, welche Ergebnisse der OUTSPORT Studie 2019 in Bezug auf Erfahrungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und trans* Menschen im Sport vorstellt.

Workshopleitung: Dr. Birgit Braumüller, Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews und Nikita Splitt (Co-Autorin „Sag was!“)

Der Workshop wird organisiert durch das OK – NRW, zusammengesetzt aus Akteurinnen der EuroGames 2020/ Diversity-Abteilung, dem Landessportbund NRW und dem Stadtsportbund Düsseldorf.

Ansprechperson bei Fragen:
Landessportbund Nordrhein-Westfalen
Laura Stahl
0203 / 7381 823
Laura.Stahl@lsb.nrw

Anmeldung
Die Veranstaltung liegt in der Vergangenheit. Ein Anmeldung ist nicht mehr möglich. Die Dokumentation zum Vortrag wird in Kürze eingestellt.

Dokumentation
Der Workshop am 24.11.2020 stand unter dem Titel „Sag was! - wie reagieren auf LSBTIQ*-Feindlichkeiten im Sport“. Dr. Birgit Braumüller forscht am Institut für Soziologie und Gender Studies der Deutschen Sporthochschule in Köln und präsentierte Ergebnisse aus der 2019 veröffentlichten Outsport-Studie. Die Präsentation war angereicht mit noch unveröffentlichten Ergebnissen aus der Outsport-Studie, um das Thema des Workshops faktisch zu unterlegen.
Im Rahmen der BuNT wurde die deutsche Strichprobe der europaweiten Studie in den Fokus gerückt. So konnten vertiefte Einblicke zum homo- und trans*feindlichen Sprachgebrauch im Sport in Deutschland den Teilnehmenden offeriert werden. Resümierend stellte Dr. Birgit Braumüller fest, dass der Sport von den Befragten als homo- und besonders als trans*feindliches Umfeld eingeschätzt wurde. Fast die Hälfte der Befragten nimmt einen homo- und trans*feindlichen Sprachgebrauch wahr, häufiger in Teamsportarten und höheren Leistungslevels. Auch wurde die oft nicht vorhanden Hilfe von Außenstehenden vermerkt.

Auf den wissenschaftlichen Input folgte der praktische Teil von Nikita Splitt, Mit-Autorin der Broschüre „Sag was!“ von ANDERS & GLEICH, welche Menschen als alltagspraktische Unterstützung dienen soll, um in diskriminierenden Situationen aktiv zu werden. Neben einer interaktiven Auftaktübung, in welcher Teilnehmende getätigte Aussagen aus dem Sport als diskriminierend und nicht diskriminierend einstufen sollten, erhielten die Teilnehmenden Informationen zu den verschiedensten Fragestellungen: Was ist Diskriminierung, wozu führt Diskriminierung (im Sport) , wie und woran erkenne ich Diskriminierung und wie reagiere ich auf Diskriminierung im Sport? Abschließend konnten die Teilnehmenden in Kleingruppen anhand konkreter Diskriminierungserfahrungen von LGBTIQ*+ Personen im Mensch mögliche Interventionen und Vorgehensweisen besprechen.

Weiterführende Materialien:
Handout „Sag was!“, Nikita Splitt, Schlau Education
PDF-DateiBuNT 2020_03_Handout „Sag was!“, Nikita Splitt, Schlau Education
Sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität und Sport, Ausgewählte Ergebnisse und Handlungsempfehlungen Deutschland, Tobias Menzel, Birgit Braumüller, Ilse Hartmann-Tews
PDF-DateiOUTSPORT Ergebnisbericht Deutschland / Deutsche Sporthochschule Köln
The relevance of sexual orientation and gender identity in sport in Europe findings from the Outsport survey (Englisch), Tobias Menzel, Birgit Braumüller, Ilse Hartmann-Tews
PDF-DateiOUTSPORT Report Deutsche Sporthochschule Köln