17.04.2020 - Frank Löper

Vereine melden bisher 7,5 Mio. Euro wirtschaftliche Schäden

Seit dem 16. März ruht der Sport in Sachsen-Anhalt. Frühzeitig hatte der LSB Sachsen-Anhalt alle Mitgliedsvereine und -verbände des LSB Sachsen-Anhalt aufgefordert, erste Schätzungen bzw. Hochrechnungen zu wirtschaftlichen Schäden zu melden, die ihnen infolge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entstehen. Insgesamt 720 Vereine und Verbände haben den standardisierten Fragebogen ausgefüllt zurückgesandt. Die bis zum 15. April gemeldeten wirtschaftlichen Einbußen summieren sich auf ca. 7,5 Millionen Euro.

„Da sich die Schätzungen der Vereine auf das Zeitfenster von einem Monat seit dem Beginn der Aussetzung des kompletten Sportbetriebes in Sachsen-Anhalt beziehen und die strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für den Sport weiter andauern, ist noch mit einem Ansteigen dieser Summe zu rechnen“, sagt LSB-Vorstandsvorsitzender sagt Dr. Lutz Bengsch.
Die finanziellen Probleme der Vereine liegen vor allem bei den laufenden Personalkosten, bei wegbrechenden Sponsoreneinnahmen und fehlenden Einnahmen für Sportveranstaltungen. Aber auch die laufenden Betriebs- und Nebenkosten ihrer Sportanlagen machen ihnen schwer zu schaffen. Mit dem für Sport zuständigen Innenministerium steht Dr. Bengsch dazu im engen Austausch. „Es sollte uns gemeinsam gelingen, ähnlich wie das in Sachsen oder Thüringen der Fall ist, Corona-Soforthilfen auch für den gemeinnützigen Sport aufzulegen“, äußert Dr. Bengsch seine Hoffnung.