05.06.2020 - Frank Löper

Seit 28. Mai gelten weitere Lockerungen für den Sport

Seit nunmehr einer Woche ist die „Sechsten Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in Sachsen-Anhalt“ in Kraft. Wie bereits am 19. Mai von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff im Sachsen-Anhalt-Plan angekündigt, hält die seit dem 28. Mai gültige Version für den Sport und das Sporttreiben weitere Lockerungen bereit.

Sporttreiben mit Auflagen auch in der Halle wieder möglich
Laut § 8 der 6. Landesverordnung ist seit 28. Mai 2020 die Nutzung öffentlicher und privater Sportanlagen einschließlich Frei- und Hallenbädern in Gruppen von höchstens zehn Personen möglich, wenn die entsprechende Freigabe des Betreibers der Sportanlage vorliegt. Wettkämpfe dürfen weiterhin nicht stattfinden. Auch Zuschauer sind weiter nicht zugelassen.

Betreiber für Nutzungsfreigabe und Höchstbelegung zuständig
Abweichend von der Regelung der 5. Landeverordnung ist fortan nicht mehr der Träger sondern der Betreiber der Sportanlage für die Nutzungsfreigabe zuständig. Betreiber ist, wer die Sportstätte bewirtschaftet. Wurde die Betreibung einer kommunalen Sportanlage von der Kommune auf einen Verein übertragen, ist somit der Sportverein für die Freigabe und die Umsetzung des Nutzungskonzeptes zuständig.
Der Betreiber legt auch die Höchstbelegung der Sportstätte fest. Besteht die Sportstätte aus mehreren Einzelanlagen kann für jede Anlage eine separate Höchstgrenze festgeschrieben werden. Der Betreiber der Sportanlage muss die Empfehlungen der jeweiligen Sportverbände als Nutzungsvoraussetzung erklären, für deren Einhaltung sorgen und sie in den Eingangsbereichen der Sportanlage gut sichtbar den Sporttreibenden zur Kenntnis zu geben.
Auch Umkleidekabinen und Duschen von Sportanlagen sind seit dem 28. Mai 2020 wieder nutzbar, sofern die Abstands- und die allgemeinen Hygieneregeln eingehalten werden.

Ausnahmen für Prüfungen an Eliteschulen des Sports und für Kaderathleten möglich
Die Landkreise und kreisfreien Städte können Ausnahmen insbesondere für die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen an den Schulen mit inhaltlichem Schwerpunkt Sport (1) , für Berufssportlerinnen und -sportler sowie Kadersportlerinnen und -sportler (2) auf Basis der jeweiligen sportfachlichen und medizinischen Konzepte der Sportverbände zulassen. Antragsberechtigt für Ausnahmen zu (1) sind die Schulleitungen. Antragsberechtigt für Ausnahmen zu (2) sind selbständige Berufssportlerinnen und Berufssportler, bei Berufssportlerinnen und Berufssportlern in einem Arbeitnehmerverhältnis ihre Arbeitgeber und Veranstalter von Sportveranstaltungen. Für Kadersportler ist der Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt antragsberechtigt.

Weiterbildungen und Versammlungen wieder möglich
Eine weitere auch für den Sport wichtige Änderung beinhaltet Paragraf 1 Absatz 4 der 6. Landesverordnung. Demnach dürfen Veranstaltungen wie Seminare, Mitgliederversammlungen oder Weiterbildungen mit bis zu 100 Teilnehmern wieder durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Veranstalter ein Nutzungskonzept erstellt, in dem er zusichert, den Mindestabstand von 1,50 m zwischen den Teilnehmende einzuhalten, die Teilnehmenden in einer Anwesenheitsliste zu erfassen, Personen mit erkennbaren Corona-Symptomen auszuschließen,

Die 6. Landesverordnung ist bis einschließlich 1. Juli 2020 gültig.

 Alle aktuellen Informationen zum Thema finden Sie hier: