25.08.2020 - Frank Löper

Vorstandsvorsitzender Dr. Lutz Bengsch verabschiedet

LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange und Finanzvorstand Ines Kramer bedankten sich im Namen des Präsidiums und des Vorstandes bei Dr. Lutz Bengsch für die geleistete Arbeit.
LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange und Finanzvorstand Ines Kramer bedankten sich im Namen des Präsidiums und des Vorstandes bei Dr. Lutz Bengsch für die geleistete Arbeit.
Großer Bahnhof im Kanubootshaus des SC Magdeburg! Am gestrigen 24. August wurde der langjährige Vorstandsvorsitzende des LSB Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Sachsen-Anhalt Sport GmbH, Dr. Lutz Bengsch, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Ehemalige und aktuelle Mitstreiter und Wegbegleiter aus Landesministerien, Kreis- und Stadtsportbünden, Landesfachverbänden, vom Olympiastützpunkt und dem LandesSportBund waren nach Magdeburg gekommen, um den 66-Jährigen würdig zu verabschieden und ihm alles Gute für die Zukunft zu wünschen.

LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange würdigte die Lebensleistung des ausscheidenden Vorstandsvorsitzenden, der sein komplettes Arbeitsleben in den Dienst des Sports gestellt und dabei sage und schreibe 30 Jahre lang die Sportentwicklung in Sachsen-Anhalt maßgeblich mitgeprägt und vorangetrieben hat. „Du hast nach der politischen Wende als `Mann der ersten Stunde` die Sportverwaltung und die demokratischen Sportstrukturen im Bundesland Sachsen-Anhalt mit aufgebaut! Du bist in dieser langen Zeit mit dem LandesSportBund im wahrsten Sinne des Wortes durch dick und dünn gegangen! Dafür gebührt dir an diesem Tag als allererstes ein riesiges Dankeschön!“, so die LSB-Präsidentin.
Dr. Lutz Bengsch war seit 1991 als Geschäftsführer der Zentralverwaltung und seit 2009 als Vorstandsvorsitzender des LSB Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer der Sachsen-Anhalt Sport GmbH tätig. In den Anfangsjahren der Neugestaltung demokratischer Sportstrukturen in Sachsen-Anhalt konnte er zusammen mit dem damaligen Vizepräsidenten des Deutschen Sportbundes und des LSB, Dr. Hans-Georg Moldenhauer, mit dem „Goldenen Plan Ost“ maßgeblich die Grundlagen für eine moderne Sportstätten-Infrastruktur in den neuen Bundesländern legen.
Die Erhebung der Mitgliederstatistiken des LSB Sachsen-Anhalt war und ist eines seiner größten Steckenpferde. Von Anfang an bis heute bildet sie die Grundlage der Sportförderung für die Mitglieder des LSB Sachsen-Anhalt. In den ersten Jahren noch analog, später in Datenbanken digitalisiert und ständig weiterentwickelt, war der LSB Sachsen-Anhalt dabei auf Bundesebene stets Trendsetter. In seiner Amtszeit konnten ungezählte Sportlerinnen und Sportler zu sieben Olympischen und Paralympischen Spielen entsendet und medaillengeschmückt zurückempfangen werden. Die besonderen Highlights für ihn als Kanuten waren dabei die Olympiasiege von Mark Zabel (1996 in Atlanta) sowie Conny Waßmuth und Andreas Ihle (2008 in Peking).
Federführend hat Dr. Bengsch acht ordentliche und so einige außerordentliche Landessporttage und ungezählte Hauptausschusssitzungen inhaltlich vorbereitet und durchgeführt. Die Satzung und sämtliche Grundsatzdokumente des LSB Sachsen-Anhalt tragen seine Handschrift.
Dabei gab es in 30 Jahren LSB Sachsen-Anhalt nicht immer nur gute Zeiten! Bei den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013, bei denen die Hilfe für geschädigte Vereine zu sichern war, in den Jahren 2007/2008, in denen der LSB in den Fokus des Landesrechnungshofes geriet, oder in der anhaltenden Corona-Pandemie hat sich Dr. Bengsch immer als besonnener Krisenmanager für den Sport bewährt.
Der Ort für seine Verabschiedung aus dem Berufsleben war gut gewählt. Bei den Kanuten des SC Magdeburg hat für ihn als Leistungssportler alles begonnen. Das Bootshaus war und ist seine sportliche Heimat. Hier hält er sich mit dem Drachenbootfahren fit und bleibt dem Kanuverband und seiner Abteilung Kanu im SC Magdeburg hoffentlich noch sehr lange erhalten...

Das Präsidium, der Vorstand und die Mitarbeiter des LSB Sachsen-Anhalt sagen DANKE und wünschen Dr. Lutz Bengsch für die Zukunft alles erdenklich Gute und vor allem Gesundheit im „sportlichen „Unruhestand“!