29.09.2020 - Frank Löper

30 Jahre LSB Sachsen-Anhalt - eine bewegte Geschichte!

Das erste Präsidium des LSB Sachsen-Anhalt mit Präsident Prof. Klaus-Dieter Malzahn (Mitte vorn).
Das erste Präsidium des LSB Sachsen-Anhalt mit Präsident Prof. Klaus-Dieter Malzahn (Mitte vorn).
Am 29. September 1990 gründeten 277 Delegierte aus 40 Kreis- und Stadtsportbünden und 45 Sportverbänden in Dessau den LSB Sachsen-Anhalt. Als Präsidenten wählten sie aus ihren Reihen den Hallenser Prof. Dr. Klaus Dieter Malzahn. In 30 Jahren hat die größte gemeinnützige Personenvereinigung des Landes einige Höhen und Tiefen erlebt und dabei eine rasante Entwicklung vollzogen.

Bei ihrer Gründung zählte die Sportorganisation 201.023 Mitglieder in 1.522 Sportvereinen des Landes. Aktuell sind 357.198 Sportlerinnen und Sportler in 3.060 Mitgliedsvereinen organisiert. Waren es damals 6,90 % der Wohnbevölkerung so sind heute 16,18 % aller Sachsen-Anhalter Mitglied in einem Sportverein.
Zum Jubiläum „30 Jahre Sport in Sachsen-Anhalt“ kann die große Sportfamilie Sachsen-Anhalts heute gemeinsam auf zahlreiche Erfolge der gemeinsamen Arbeit zurückblicken. Die 51 Landessfachverbände und die nach zwei Kreisgebietsreformen 1995 und 2007 von 40 auf 14 reduzierten Kreis- und Stadtsportbünde konnten gemeinsam viele olympische und paralympische Glücksmomente im Sommer- wie im Wintersport erleben. Ungezählte Welt- und Europameistertitel in den olympischen und den nichtolympischen Sportarten sowie tolle Erfolge in den Mannschaftssportarten stehen für das Sportland Sachsen-Anhalt. Auch als Ausrichter großer Sportevents, wie z.B. die German Open im Tischtennis, die Halleschen Werfertage in der Leichtathletik oder das traditionelle Jahn-Gedenkturnen in Freyburg, hat sich Sachsen-Anhalt bundesweit einen Namen gemacht.
Gemeinsam hat die große Sportfamilie aber auch schwere Zeiten wie die Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 überstanden und gemeinsam finanzielle Hilfe für die geschädigten Vereine organisiert oder die Finanzkrise 2007/2008 bewältigt, in denen der LSB in den Fokus des Landesrechnungshofes geriet.
Heute ist der Landessportbund mit einem mittelständischen Unternehmen vergleichbar. Mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreibt er die Sportinternate und Mensen der Eliteschulen des Sports, ist Arbeitgeber für mehr als 50 Trainerinnen und Trainer im Leistungssport und sorgt mit seinen modernen Sport- und Bildungseinrichtungen in Osterburg und Schierke für optimale Bedingungen bei Trainingslagern und Bildungsveranstaltungen.
Silke Renk-Lange, in den Anfangsjahren des LSB 1992 Olympiasiegerin im Speerwerfen, hat das Präsidentenamt vor einem Jahr von Andreas Silbersack übernommen, der den LSB zehn Jahre lang erfolgreich führte. Die heutige LSB-Präsidentin hat sich für die Zukunft viel vorgenommen. Gemeinsam mit den Sportvereinen und –verbänden sowie den Kreis- und Stadtsportbünden will sie den Sport in Sachsen-Anhalt weiter vorantreiben!