08.10.2020 - Frank Löper

Am 9. Oktober gemeinsam „Ein Zeichen für Halle“ setzen

Am morgigen 9. Oktober um 12.01 Uhr, dem Zeitpunkt der ersten Schüsse auf die Tür der Synagoge in Halle, werden das öffentliche Leben in Halle kurzzeitig stillstehen und alle Kirchenglocken der Stadt läuten. Zum Gedenken für die Opfer der antisemitischen und rechtsextremen Tat gibt es zahlreiche zivilgesellschaftliche Aktionen in der Saalestadt. Gemeinsam will man ein „Ein Zeichen für Halle“ setzen. Der LandesSportBund und die Sportjugend Sachsen-Anhalt unterstützen die Aktionen und rufen alle Sportlerinnen und Sportler der Saalestadt zur Beteiligung auf.

Mit der Aktion „Ein Zeichen für Halle“ wollen das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) e.V., die Stiftung Bürger für Bürger und der Verband der Migrantenorganisationen Halle e.V. „Ein Zeichen für Halle“ auf die Straßen der Saalestadt setzen. Alle Hallenserinnen und Hallenser sind aufgerufen „Strich-MENSCHEN“ mit bunter Kreide auf den Gehweg zu malen. In der ganzen Stadt sollen so viele Ketten aus bunten Kreidestrich-MENSCHEN entstehen. „Mit der Aktion setzen wir ein solidarisches Zeichen für Halle und machen so den Zusammenhalt der Hallenserinnen und Hallenser sichtbar!“ sagt Mamad Mohamad, Hallenser und Geschäftsführer des LAMSA.
Auch hallesche Sportvereine planen Aktionen zum Jahrestag des Anschlages auf die Synagoge. So will z.B. der Hallesche FC beim nächsten Heimspiel den Opfern des Anschlags gedenken. Am 12. Oktober spielt das Team gegen Zwickau in einem Sondertrikot. Zwei Sponsoren verzichten dafür auf ihren Platz auf dem Trikot. Wie der HFC mitteilt, werden auch die Gäste aus Sachsen in einem Sondertrikot mit dem Schriftzug „Nie wieder – gemeinsam gegen das Vergessen“ auflaufen.