13.10.2020 - DOSB/Frank Löper

Gemeinsame Erklärung: Sport im Zeichen der Corona-Pandemie

Fehlende Zuschauereinnahmen machen besonders dem professionellen und semiprofessionellen Sport zu schaffen. (Foto: dpa)
Fehlende Zuschauereinnahmen machen besonders dem professionellen und semiprofessionellen Sport zu schaffen. (Foto: dpa)
Die Konferenz der 16 Landessportbünde hat sich in ihrer digitalen Herbsttagung am 25. September 2020 in München gemeinsam mit dem Präsidium und dem Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) intensiv mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie beschäftigt und zum Abschluss eine gemeinsame Erklärung unter dem Titel „Zukunft des Vereinssports sichern und weiterentwickeln - Sport im Zeichen der Corona-Pandemie“ veröffentlicht.

Darin heißt es: „Der Sport in Deutschland mit seinen 90.000 Vereinen erlebt in der anhaltenden, globalen Corona-Pandemie die größte gesellschaftspolitische und ökonomische Herausforderung seit 1945. Die Pandemie hat viele Selbstverständlichkeiten in unserer Gesellschaft und damit auch im Sport in Deutschland ins Wanken gebracht und stellt abhängig von der Dauer der Krise in vielen Bereichen sogar die Zukunftsfähigkeit des organisierten Sports in Frage. Der DOSB und die Landessportbünde sehen mit großer Sorge die Entwicklung des Infektionsgeschehens. Wir appellieren an alle unsere Mitglieder, Vereine und Verbände, die in unserer Verantwortung liegenden Abstands- und Hygieneregeln weiterhin konsequent einzuhalten. Die von unseren Vereinen und Verbänden erarbeiteten Hygienekonzepte sind beispielgebend und ihre Umsetzung ein wichtiges Signal, über den Sport hinaus alles zu tun, um die Pandemie einzudämmen und die Gesundheit aller zu schützen.“
Mit der gemeinsamen Erklärung sendet der organisierte Sport ein Signal an die Politik, dass Sportvereine als Motoren für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Gesundheit trotz Ehrenamtlichkeit eine besondere öffentliche Unterstützung in der Corona-Pandemie benötigen. Es wird darauf hingewiesen, dass mittelgroße und große Sportvereine von den notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung am stärksten betroffen sind und der professionelle und semiprofessionelle Sport wirtschaftlich besonders unter den Einschränkungen leiden.
Das Papier zeigt auf, dass im Vereinssport immense Schäden drohen, da gewohnte Einnahmen durch Sommerfeste, Wettkämpfe mit Zuschauer*innen, Leistungen für Sponsoren, Kursangebote usw. wegfallen. Der DOSB und die Landessportbünde fordern die Städte und Gemeinden auf, kommunale Sportanlagen wieder uneingeschränkt zur Verfügung zu stellen. An die Bundespolitik richten sie die Forderung, einen bundeseinheitlichen Wettkampfbetrieb zu ermöglichen.

Hier lesen Sie die komplette Erklärung in Wortlaut:

PDF-DateiErklärung der Konferenz der LSB und des DOSB (25-09-20)