25.10.2020 - FSA/Frank Löper

MTV Stuttgart feiert in Magdeburg die Deutsche Meisterschaft

DFB-Vizepräsident Dirk Janotta (rechts) übergibt dem MTV Stuttgart symbolisch die Meisterschale. (Foto: FSA)
DFB-Vizepräsident Dirk Janotta (rechts) übergibt dem MTV Stuttgart symbolisch die Meisterschale. (Foto: FSA)
Am 24. Oktober war die Landeshauptstadt Magdeburg Gastgeber für die Finalrunde der besten deutschen Teams im Blindenfußball. Im Finale auf dem Magdeburger Domplatz standen sich der MTV Stuttgart und der FC St. Pauli gegenüber. Am Ende eines spannenden Endspiels konnten die Schwaben über ihren 7. Meistertitel in der inklusiven Sportart feiern.

In einem spannenden Finale vor gut besuchten Zuschauerplätzen bestimmte der MTV Stuttgart größtenteils das Spiel und sicherte sich dank einem Dreierpack von Alexander Fangmann die Deutsche Meisterschaft. Der FC St. Pauli hatte zwar einige Großchancen, konnte diese jedoch nicht nutzen. Die Hamburger scheiterten am Innenpfosten und verschossen einen Achtmeter. So ging der Sieg mit 3:0 an die Stuttgarter. Im Anschluss an das Finale wurde die Meisterschale feierlich von DFB-Vizepräsident Dirk Janotta übergeben.
Da bereits im Vorfeld die Mannschaften von Borussia Dortmund und Schalke 04 ihre Teilnahme Corona-Bedingt absagen mussten, fand am 24. Oktober um 15 Uhr nur das Finale statt. Dennoch war die Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball, die bereits zum zweiten Mal in Sachsen-Anhalt ausgetragen wurde, in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm eingebettet. Neben verschiedenen Aktionsständen und Talkrunden mit Gästen aus Sport und Politik konnte man auch selbst "neue Sporterfahrung" beim Spielen als Blindenfußballer ausprobieren. Auch eine Prominentenauswahl des 1.FC Magdeburg versuchte sich im Achtmeterschießen mit Blindenbrille. Da ließen sich auch die anwesenden Politiker nicht lange bitten, und machten mit. So gaben auch Tino Sorge (MdB, CDU) und Ronald Mormann (MdL, SPD) Schüsse vom Achtmeterpunkt auf das Tor ab. Auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, stattete der Meisterschaft trotz vollem Terminkalender einen Besuch ab. In seiner „Halbzeitrede“ zeigte er sich sehr erfreut darüber, dass ein solches Event auf dem Magdeburger Domplatz nahe dem Landtag von Sachsen-Anhalt stattfindet.
Das freute Cheforganisator Dirk Overbeck, ehrenamtlicher Inklusionsbeauftragter des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt, der zusammen mit der DFB-Stiftung Sepp Herberger und dem Fachbereich Schule und Sport der Landeshauptstadt Magdeburg das tolle Event zur Werbung für die inklusive Sportart Blindenfußball auf die Beine gestellt hatte.
Overbeck, der auch schon bei den Deutschen Meisterschaften 2017 auf dem Marktplatz in Halle die Regiefäden in der Hand hielt, wurde in Magdeburg von DFB-Vizepräsident Dirk Janotta, dem kommissarischen FSA-Präsidenten Frank Hering, dem FSA-Vizepräsidenten für gesellschaftliche Verantwortung, Lothar Bornkessel, und FSA-Geschäftsführer Frank Pohl für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit beim Fußballverband geehrt.
“Ich finde es wirklich gut, dass wir diese organisatorische Herausforderung alle zusammen gemeistert haben und das Finalturnier trotz der bedauerlichen Absagen wie geplant stattfinden konnte. Ich bedanke mich bei allen Helfern und Unterstützern“, sagte der sichtlich gerührte Dirk Overbeck.