04.11.2020 - Frank Löper

Land soll Kinder- und Jugendsport weiter ermöglichen

Sport und Bewegungsangebote für Kinder- und Jugendliche müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. (Foto: LSB NRW)
Sport und Bewegungsangebote für Kinder- und Jugendliche müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. (Foto: LSB NRW)
Präsidium und Vorstand des LSB Sachsen-Anhalt haben am 3. November 2020 gegenüber der Landespolitik in einem Brief zur Situation des Sports in der aktuellen Corona-Situation dringenden Handlungsbedarf signalisiert. Die Kernforderungen: Die Landesregierung solle den Sportvereinen im Rahmen der bestehenden Landesverordnung mehr Spielraum bei der individuellen Ausübung ihres Sports einräumen. Auch der Kinder- und Jugendsport müsse wie in anderen Bundesländern weiter möglich sein.

Die konkreten Vorschläge für den Sport lauten:

  1. Individualsport allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern des eigenen Hausstandes muss auch auf Sportanlagen und in Sporthallen möglich sein, wenn die entsprechenden Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden können.
  2. Das Sportreiben für Kinder und Jugendliche muss in Sachsen-Anhalt wieder ermöglicht werden. Gute Beispiele sind die Bundesländer Berlin (für Kinder- und Jugendliche bis 12 Jahren) und Mecklenburg-Vorpommern (für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren).
  3. Da Schulen und Kindertagesstätten geöffnet bleiben, muss auch eine adäquate Betreuung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet sein. Deshalb ist es notwendig, Bewegungsangebote von Sportvereinen in Kooperation mit Schulen (außerschulischer Sport) und Kitas zu ermöglichen.
  4. Rückkehr zum „Sachsen-Anhalt-Plan“ - Sobald es das Infektionsgeschehen für Sachsen-Anhalt zulässt, muss die generelle Nutzung öffentlicher und privater Sportanlagen in Kleingruppen von höchstens zehn Personen wieder möglich werden, wenn die entsprechende Freigabe des Betreibers der Sportanlage vorliegt.
  5. Bildungsveranstaltungen zur Lizenzausbildung und Lizenzverlängerung für Trainer und Übungsleiter sollten analog der Regelungen für Jugendbildungsmaßnahmen auch für den Sport möglich sein.
„Die Sportfamilie Sachsen-Anhalt ist in großer Sorge darüber, dass der erneute Lockdown für Amateur- und Breitensport in Sachsen-Anhalt mittel- und langfristig Schäden in der Vereinslandschaft anrichten wird. Die Motivation der ehrenamtlichen Vereinsvorstände wird schon jetzt auf eine große Zerreißprobe gestellt.“ Mit dieser Aussage verleiht LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange den Forderungen Nachdruck.