07.01.2021 - Frank Löper

Drei Beckenschwimmer aus Sachsen-Anhalt in Tokio dabei

Auch Franziska Hentke vom SC Magdeburg kann fest für Tokio 2021 planen. (Foto: dpa)
Auch Franziska Hentke vom SC Magdeburg kann fest für Tokio 2021 planen. (Foto: dpa)
Eine eher unscheinbare Pressemitteilung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) vom 5. Januar zur Terminierung der Olympia-Qualifikation beinhaltet für drei Beckenschwimmerinnen und -schwimmer aus Sachsen-Anhalt freudige Nachrichten und Planungssicherheit für Olympia.

Nach Abstimmungen zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem DSV hat der DOSB-Vorstand die sportartspezifischen Nominierungskriterien für das Beckenschwimmen verabschiedet. Die geforderten Normzeiten bleiben gegenüber dem Vorjahr zwar wie erwartet unverändert, dennoch wurden für den Qualifikationsprozess wichtige Anpassungen beschlossen. Die Qualifikation für Tokio für die Beckenschwimmer demnach im April 2021 wieder möglich.
Konkret heißt es in der DSV-Mitteilung weiter: „Vorrangig zur Nominierung vorgeschlagen werden nun jene vier Schwimmer*innen, die bei der WM 2019 unter den Top 4 landeten und dort bereits die DSV-Olympianormzeit unterboten. Konkret heißt das, dass Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock (SC Magdeburg), die WM-Zweite Sarah Köhler sowie die WM-Vierten Franziska Hentke (SC Magdeburg) und Philip Heintz ihre Olympiatickets für 2021 nun sicher haben. Auch Laura Riedemann (SV Halle), Marco Koch, Marius Kusch und Jacob Heidtmann sind nach ihren Normzeiterfüllungen im Frühjahr 2020 für Japan nun bereits fest gesetzt.“ Alle anderen der maximal zwei Startplätze pro Disziplin in den insgesamt 28 Einzeldisziplinen werden an jene Athlet*innen vergeben, die bei Erfüllung der Normzeit dann bei Wettkämpfen an den ersten drei Wochenenden im April 2021 die Schnellsten sind.
„Wir haben die Kriterien für eine Olympianominierung so angelegt, dass unsere zuletzt stärksten Leistungsträger*innen sich in dieser schwierigen Zeit möglichst langfristig in ihren Trainingsprozessen auf Olympia fokussieren können“, erklärt Bundestrainer Bernd Berkhahn die Entscheidung.
Nachdem sich für die olympischen Freiwasserwettbewerbe neben Florian Wellbrock auch Finnia Wunram und Rob Muffels (beide SCM) bereits qualifiziert hatten, umfasst Sachsen-Anhalts Olympiateam im Schwimmen damit nun schon fünf Schwimmerinnen und Schwimmer.