29.04.2021 - Annette Lippstreu/BSSA

BSSA-Projekt "Brückenschlag" startet in Zerbst/Anhalt

Gespräch zur Kooperationsvereinbarung zwischen der „Schule am Heidetor“ und dem TV „Gut Heil“ Zerbst e. V.: (oben v. r.): Sylvia Focke, Sven Hebestreit, Markus Jahnke (alle „Schule am Heidetor“), Anja Pöppich (Landestrainerin BSSA), Jens Sauerbier (Projek
Gespräch zur Kooperationsvereinbarung zwischen der „Schule am Heidetor“ und dem TV „Gut Heil“ Zerbst e. V.: (oben v. r.): Sylvia Focke, Sven Hebestreit, Markus Jahnke (alle „Schule am Heidetor“), Anja Pöppich (Landestrainerin BSSA), Jens Sauerbier (Projek
(Halle/Zerbst, 29.04.2021) Hinter den Kulissen tut sich einiges – auch wenn Covid-19 das sportliche Leben noch recht fest im Griff hat. Der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) ist nicht untätig und präsentiert sein neues Projekt Brückenschlag – Von der Teilnahme an Jugend trainiert für Paralympics in den Sportverein.

Mit dem Projektstart am 1. April 2021 wurden erste Gespräche aufgenommen und am 26. April 2021 konnte eine erste Kooperation zwischen der „Schule am Heidetor“ Zerbst/Anhalt (Förderschule GE) und dem Turnverein „Gut Heil“ Zerbst e. V., Abteilung Rehabilitationssport auf den Weg gebracht werden. Der Verein wird den Schüler*innen sportliche Angebote in der Para Leichtathletik anbieten. Zwei Übungsleiter konnten dafür gewonnen werden.
Mit dem Projekt sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre nachhaltige Wettkampf-Sportangebote für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung geschaffen werden. Die steigende Zahl der Teilnehmer*innen an den Wettbewerben Jugend trainiert für Paralympics (JtfP) belegt das Interesse junger Menschen mit Beeinträchtigung am Sport. Doch noch reichen die Vereinsangebote nicht aus. Deshalb sollen im Zusammenwirken mit den Teilnehmer-Schulen an JtfP und allen Interessierten individuelle Konzeptionen entwickelt werden, um standortnahe inklusive Sportangebote Realität werden zu lassen.
Als Projektkoordinator konnte der BSSA den Leipziger Jens Sauerbier, Spieler der deutschen Nationalmannschaft Rollstuhl-Rugby, gewinnen. „Ich freue mich sehr, dieses in mich gesetzte Vertrauen zu bestätigen und meine langjährigen Erfahrungen in der Sichtung und Rekrutierung von Nachwuchstalenten in dieses Projekt einfließen zu lassen. Auch wenn die aktuelle Situation den Start etwas holpriger gestaltet, bin ich doch der Überzeugung, dass die Sportvereine den Mehrwert einer inklusiven Vereinsstruktur sehen und schätzen werden“ erklärt er seine Motivation.
Das Projekt setzt an den Schulwettbewerben Jugend trainiert für Paralympics an und versteht sich als Brückenbauer zwischen sportbegeisterten Schüler*innen mit Beeinträchtigung und Sportvereinen, die (noch keine) Para Sport-Abteilungen unterhalten. Ziel ist, innerhalb der Projektlaufzeit für den BSSA und somit auch für den LandesSportBund Sachsen-Anhalt 50 neue Mitglieder zu gewinnen. Die Teilnahmebedingungen können beim BSSA erfragt werden und sind zeitnah auch auf der Website des Verbandes nachzulesen.
Als Förderer treten das Land Sachsen-Anhalt, Lotto Sachsen-Anhalt und der Verein zur Förderung des Behinderten- und Rehabilitationssports in Sachsen-Anhalt e. V. auf.