18.05.2021 - Frank Löper

Diskuswerfer David Wrobel knackt die Olympianorm

Schreit seine Freude über die Olympianorm lauthals heraus: David Wrobel (SC Magdeburg). (Foto: DLV)
Schreit seine Freude über die Olympianorm lauthals heraus: David Wrobel (SC Magdeburg). (Foto: DLV)
Die guten Bedingungen bei den Halleschen Werfertagen am 15./16. Mai konnten zwei Mitglieder des Teams Sachsen-Anhalt für Tokio nutzen, um sich für die Olympischen Spiele weiter ins Gespräch zu bringen. So knackte Diskuswerfer David Wrobel vom SC Magdeburg mit persönlicher Bestleistung von 67,30m erstmals die Olympianorm (66,00m). Sara Gambetta (SV Halle) konnte bei ihrem Sieg im Kugelstoßen mit 18,71m die Tokio-Norm bereits zum zweiten Mal übertreffen.

Für David Wrobel reichten die 67,30m in Halle zwar "nur" zu Platz zwei hinter dem amtierenden Deutsche Meister Clemens Prüfer (SC Potsdam), der den Diskus mit 67,41m noch elf Zentimeter weiter als Wrobel warf. Der 30-jährige vom SC Magdeburg konnte in Halle dennoch mit der Sonne um die Wette strahlen. Der Wettkampf in Halle mit bringt ihn seinem Traum von der ersten Olympiateilnahem einen Schritt näher. Dritter wurde Olympiasieger Christoph Harting mit 65,25m, auf Platz vier kam der Olympia-Dritte von 2016, Daniel Jasinski vom TV Wattenscheid mit 64,64m. Wrobels Vereinskamerad Martin Wierig vom SC Magdeburg konnte aufgrund einer Brustmuskelverletzung in Halle noch nicht an den Start gehen. Aber auch er will in den nächsten Tagen und Wochen im Kampf um die Olympiatickets ein gehöriges Wörtchen mitreden.
Im Kugelstoßen konnte Sara Gambetta (SV Halle) mit 18,71 Metern ihr Ergebnis vom Werfer-Europacup vor einer Woche in Portugal (18,85 m) bestätigten. In Abwesenheit der WM-Dritten Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) holte sie sich souverän den Sieg. Zweimal Olympianorm in Folge geben Sara sicherlich Selbstvertrauen und Zuversicht für die nächsten Qualifikationswettbewerbe auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Braunschweig.
Dann wollen mit Shanice Craft und Nadine Müller (SV Halle) auch Sachsen-Anhalts Diskuswerferinnen wieder angreifen. Während Shanice Craft, die in Halle pausieren musste, die Olympianorm (63,50 m) bereits einmal geschafft hat, musste Nadine Müller nach nur einem gültigen Wurf von knapp 58 Metern und zwei ungültigen Versuchen, beim Heim-Event der Konkurrenz zusehen. Der Wettbewerb fand in Kristin Pudenz (SC Potsdam) mit 66,31m eine deutliche Siegerin und mit Marike Steinacker (TSV Bayer 04 Leverkusen) eine weitere Normerfüllerin für Tokio. Doch die Olympiavierte von London 2012, Nadine Müller, die in Halle mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte, hat ihre dritte Olympiateilnahme noch lange nicht abgeschrieben und will weiter um einen der drei deutschen Startplätze ihre dritte Olympiateilnahem kämpfen.
Für Sachsen-Anhalts Leichtathleten geht es schon am 21. Mai beim traditionellen Anhalt-meeting in Dessau weiter. Dort wird auch der Start die junge Mutter Cindy Roleder (SV Halle) über 100m Hürden an den Start gehen.
Wir drücken allen Leichtathleten aus Sachsen-Anhalt beim Kampf um die Olympiatickets weiterhin fest die Daumen!