31.05.2021 - Frank Löper

Sachsen-Anhalt-Spiele 2021: Gelungener Neustart

Alle Mädchen und Jungen gaben ihr Bestes: Hier Jonas Schenk aus Ilsenburg beim Schlagballweitwurf. (Foto: Popova)
Alle Mädchen und Jungen gaben ihr Bestes: Hier Jonas Schenk aus Ilsenburg beim Schlagballweitwurf. (Foto: Popova)
Nachdem die Sachsen-Anhalt-Spiele im Jahr 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen waren und der Landessportbund auch für die Veranstaltung im April 2021 in Halle kein grünes Licht für eine Durchführung erhalten hatte, war die Freude bei den Organisatoren und allen teilnehmenden Mädchen und Jungen riesig, als klar war: das Talenttreffen am 29. und 30. Mai in Magdeburg kann stattfinden! Und der Neustart des Treffens der größten Sporttalente des Landes kann nach zweijähriger Zwangspause durchaus als gelungen bezeichnet werden.

„Endlich wieder einmal Sport!“ lautete die Devise auf den Sportanlagen an der MDCC-Arena. Dementsprechend motiviert gingen die knapp 800 Jungen und Mädchen aus der Landeshauptstadt, dem Salzlandkreis, dem Altmarkkreis Salzwedel, dem Landkreis Stendal, dem Landkreis Börde sowie aus dem Harz und dem Jerichower Land in Magdeburg bei besten äußeren Bedingungen an den Start. Sie hatten sich zuvor als die talentiertesten von mehr als 16.600 Schülerinnen und Schülern aus 530 Grundschulen bei einem im Schulsport durchgeführten sportmotorischen Eignungstest ihr Ticket für die Sachsen-Anhalt-Spiele 2021 gesichert.
LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange, Olympiasiegerin Im Speerwerfen von 1992, hatte als zusätzliche Motivationshilfe zur Eröffnung ihre Olympischen Goldmedaille mitgebracht. „Ich habe einmal genauso angefangen wir ihr heute,“ rief sie den sportlichen Drittklässlern zu. „Und damals hätte ich nie gedacht, dass ich einmal Olympiasiegerin werde. Der Sport hat mir einfach Spaß gemacht und ich dann hat mich der Ehrgeiz gepackt.“ so die Renk-Lange weiter. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Sportminister, Michael Richter, gab sie persönlich den Startschuss für die Wettbewerbe des Wochenendes.
Nach einem ausgetüftelten Hygienekonzept fanden pro Veranstaltungstag zwei Durchläufe mit jeweils ca. 200 Mädchen und Jungen statt. In einem Vormittags- und einen Nachmittags-Durchgang pro Tag absolvierten die Talente insgesamt sieben Sportstationen. Dabei wurden sie von erfahrenen Trainerinnen und Trainern aus den olympischen Kernsportarten Leichtathletik, Handball, Kanu, Rudern und Judo, unter die Lupe genommen. Wer die Trainer überzeugen konnte, erhält noch vor den Sommerferien eine Einladung in eine der landesweit 49 Talentgruppen und schafft danach womöglich den Sprung an eine der Eliteschulen des Sports in Halle oder Magdeburg. Alle Mädchen und Jungen erhalten aber unabhängig davon auf jeden Fall regionale Angebote von Sportvereinen in ihrer Umgebung.
„Das Wichtigste ist der Spaß an Sport und Bewegung,“ gab Silke Renk-Lange den Drittklässlern in Magdeburg mit auf den Weg. Und diesen Spaß hatten sie am Wochenende ganz offensichtlich, wie die Bildimpressionen von den Sachsen-Anhalt-Spielen zeigen. Ein großes Dankeschön richtete die LSB-Präsidentin auch an die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und alle Sportlehrerinnen und Sportlehrer in den Grundschulen des Landes. Ohne sie wäre Sachsen-Anhalts Talentfindungsprojekt nicht möglich!
Das einer Weiterführung des Sachsen-Anhalt-Spiele nichts im Wege steht, zeigte in Magdeburg auch ein symbolischer Akt. Der Geschäftsführer von LOTTO Sachsen-Anhalt, Marko Ehelebe, hatte einen Scheck über 15.000 Euro und die Urkunde zu einer LOTTO-Sportpatenschaft im Gepäck. Es ist bereits die siebente Lotto-Sportpatenschaft seit 2013 für die Sachsen-Anhalt-Spiele. Insgesamt sind damit bereits 100.000 Euro an das Talentfindungsprojekt des LSB Sachsen-Anhalt geflossen. Geld, das in die Zukunft des Sports in Sachsen-Anhalt gut angelegt ist. Wer weiß, vielleicht haben wir ja in Magdeburg die Medaillengewinner der Olympischen Spiele von 2032 gesehen...

 Hier finden Sie die Bilder zu den Sachsen-Anhalt-Spielen von Sportfotograf Eroll Popova: