02.06.2021 - BSSA

Lebensqualität mit Sport stärken!

Daniela Duckek-Glanz – ob als Rehasport-Übungsleiterin oder Physiotherapeutin, der Einsatz für die Gesundheit ihrer Mitmenschen ist ihre Passion. (Foto: Jens Müller)
Daniela Duckek-Glanz – ob als Rehasport-Übungsleiterin oder Physiotherapeutin, der Einsatz für die Gesundheit ihrer Mitmenschen ist ihre Passion. (Foto: Jens Müller)
Am 30. Mai 2021 verband der Welt-MS-Tag zum 13. Mal Menschen mit Multipler Sklerose weltweit miteinander. Unter dem Motto „Stay connected. Wir bleiben in Verbindung.“ lud die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) dazu ein, Erfahrungen und Informationen auszutauschen sowie Kontakte zu knüpfen. Weltweit sind ca. 2,5 Millionen Menschen von MS betroffen. Für Deutschland beziffert die DMSG die Zahl der Erkrankten mit 220.000 bis 250.000. Im Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) bieten insgesamt 34 der 182 Mitgliedsvereine Reha-Sportangebote für Menschen mit neurologischen Erkrankungen an.

Bewegung und angemessene sportliche Betätigung sind gerade für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie MS sehr empfehlenswert und leisten begleitend zur medizinischen Betreuung einen wichtigen Beitrag, um mobil zu bleiben. Insbesondere Übungen zur Stärkung der Muskulatur und zum Training von Koordination und Beweglichkeit tragen zur Erhaltung der Alltagsfähigkeiten bei und helfen, aufkommende Defizite ausgleichen zu können.

Einen starken Fokus auf Reha-Sport für Menschen mit neurologischen Erkrankungen hat z. B. der BRSV „Sine CURA“ im Harzkreis. Dazu kooperiert der Verein mit der Physiotherapeutin und zertifizierten Übungsleiterin Daniela Duckek-Glanz. „Gerade die Arbeit mit neurologisch erkrankten Menschen ist eine sehr dankbare Aufgabe, bei der selbst kleine Erfolge eine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten. Deshalb habe ich den Schritt gewagt, eigene, barrierefreie Praxisräume mit einem großen Gruppenraum zu bauen, um mehr Reha-Sport-Angebote für neurologisch Erkrankte unterbreiten zu können.
In unseren Reha-Sportgruppen werden für alle Teilnehmer*innen persönliche Meilensteine und erreichbare Ziele gesetzt, die sie unter der Anleitung speziell in der Neurologie ausgebildeten Übungsleiter*innen erarbeiten. Gruppenübungen und der Austausch mit anderen Betroffenen sowie die Kontrolle der exakten Ausführungen der Übungen durch die Übungsleiter*innen sind besonders wichtig. Doch wir müssen seit langer Zeit pausieren, die Krankheit tut das nicht. Die Teilnehmer*innen sind auf sich allein gestellt, um Erlerntes umzusetzen. Das ist vielen von ihnen durch deutliche körperliche Einschränkungen ohne Hilfestellung kaum möglich. Durch den BSSA werden wir sofort über alle Neuigkeiten informiert und warten nun sehnsüchtig auf die Nachricht, dass es bald wieder ohne Einschränkungen losgeht.“, sagt sie.

„Alle Menschen mit krankheitsbedingter Einschränkung bzw. drohender Behinderung haben in Deutschland gemäß SGB IX, § 64 einen Rechtsanspruch auf Rehabilitationssport. Die Verordnung von Rehasport belastet nicht das Budget der verordnenden Ärzte“, erläutert die Referentin Rehasport im BSSA, Doreen Seiffert.

Weiterführende Informationen gibt es hier:
BSSA Sachsen-Anhalt e. V.
Tel.: 03 45/5 17 08 24
Web: www.bssa.de