22.06.2021 - Annette Lippstreu/BSSA

Medaillen und Deutsche Rekorde bei IDM Para Schwimmen

Trainer Florian Giese mit Finja Oelmann und Pascal Rentsch in Berlin (v. l.)
Trainer Florian Giese mit Finja Oelmann und Pascal Rentsch in Berlin (v. l.)
(DBS/BSSA, 22.06.2021) Bei den 35. Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) Para Schwimmen in Berlin erzielten die Aktiven des VSB 1980 Magdeburg für den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) hervorragende Ergebnisse mit Medaillen und Deutschen Rekorden.

Pascal Rentsch ging über acht Strecken an den Start und schwamm dabei dreimal im Finale zu Medaillenrängen in der nationalen Wertung seiner Startklasse S14. Am ersten Wettkampftag, 17. Juni, sicherte er sich in 02:06.77 Minuten Bronze über 200 Meter Freistil und verbesserte dabei seinen keine drei Wochen alten Deutschen Rekord um vier Zehntel. In der Punktewertung hieß das 657 Punkte, was die Bestätigung seines Status als Bundeskader NK1 bedeutet.
Am gestrigen Sonntag erkämpfte der 17-Jährige Bronze über 100 Meter Rücken (01:06.97 Minuten) und Silber über 200 Meter Lagen in 02:26.22 Minuten. Im Vorlauf der Lagenstrecke hatte er mit 02:24.13 Minuten auch seinen eigenen Deutschen Rekord verbessert. Aus der zusätzlichen Startklassenwertungen der Vorläufe brachte er fünf „kleine“ Medaillen mit nach Hause.
Rentsch trainiert seit Herbst 2020 in der Trainingsgruppe von Thomas Ackenhausen (SC Magdeburg) und wird zusätzlich von Heimtrainer Florin Giese betreut. „Die Ergebnisse von Pascal zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Er hat sehr gute Leistungen abgeliefert“, freute sich Giese.

Mannschaftkameradin Finja Oelmann, die seit 2020 beim VSB trainiert, bestritt in diesem Jahr ihre zweite IDM. Die 13-Jährige startet als Kleinwüchsige in der Klasse S5 und stellte in Berlin ihren ersten Deutschen Rekord auf. Die 100 Meter Rücken bewältigte sie in 02:07.34 Minuten. Damit verbesserte sie den alten Rekord (02:10.07) um knapp drei Sekunden. Sie sammelte mit ihren Starts auf sechs Strecken in der internationalen Wertung der Start- und der Altersklassen acht Medaillen ein. „Ich bin total von Finjas Leistung beeindruckt, damit hatte ich so nicht gerechnet. Immerhin hat sie im März zwei Hüftoperationen hinter sich gebracht und wir sind erst vor drei Wochen wieder ins straffe Training eingestiegen“, würdigt Trainer Giese die Leistung seines Schützlings.