23.07.2021 - Frank Löper

Nur 164 Tage zwischen Tokio 2021 und Peking 2022

Frauenpower aus Sachsen-Anhalt für die Paralympics in Tokio: Anja Adler, Andrea Eskau und Marie Brämer-Skowronek.
Frauenpower aus Sachsen-Anhalt für die Paralympics in Tokio: Anja Adler, Andrea Eskau und Marie Brämer-Skowronek.
Noch 33 Tage sind es bis zu Paralympischen Sommerspiele in Tokio, noch 197 bis zu den Olympischen Winterspielen in Peking 2022. Dazwischen liegen weniger als sechs Monate. Durchaus verständlich daher, dass am 22. Juli die Verabschiedung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer Sachsen-Anhalts für die Paralympics in Tokio und die Berufung des Teams Sachsen-Anhalt für die Winterspiele in Peking 2022 gemeinsam durchgeführt wurden.

Michael Richter, Sachsen-Anhalts Sportminister, Silke Renk-Lange, Präsidentin des LSB Sachsen-Anhalt, und der Vorsitzende des Trägervereins des OSP Sachsen-Anhalt, PD Dr. med. Jörg Franke, gaben den Athletinnen und Athleten die besten Wünsche für ihre Starts in Tokio und für ihre Vorbereitung auf Peking 2022 mit auf den Weg. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sendete den Sportlerinnen und Sportlern eine Videobotschaft.

Wenn am 24. August 2021 im Olympiastadion der japanischen Millionenmetropole die XVI. Paralympischen Sommerspiele mit einem Jahr Verspätung eröffnet werden, stehen im 134-köpfigen deutschen Aufgebot auch vier Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen-Anhalt. Für den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt e. V. (BSSA) wurden Anja Adler (Para Kanu, SV Halle), Marie Brämer-Skowronek (Para Leichtathletik, SC Magdeburg) und Andrea Eskau (Para Radsport, USC Magdeburg) für das Team Deutschland nominiert. Ergänzt wird das Aufgebot durch Anas Al Khalifa (Para Kanu, SV Halle) und seine Heimtrainerin Ognyana Dusheva. Al Khalifa startet unter der Flagge des Internationalen Paralympischen Komitees für das Refugee Paralympic Team.

Die wettkampferfahrene Parasportlerin Andreas Eskau vom USC Magdeburg wird in Tokio ihre bereits vierten Paralympischen Sommerspiele erleben. Bei der Veranstaltung im digitalen Format war sie das perfekte Bindeglied zur Berufung der Wintersportler. Während Eskau im Anschluss an Tokio direkt die Vorbereitung auf die Paralympischen Winterspiele in Peking 2022 aufnimmt, hat für die anderen Wintersportler, die Bobanschieber aus den Medaillenschmieden beim SV Halle und beim Mitteldeutscher SC um Thorsten Margis und Paul Krenz sowie Rennrodler Toni Eggert aus Ilsenburg die Vorbereitung auf die Wintersaison 2021/22 bereits begonnen. Insgesamt sieben Sportlerinnen und Sportler wurden in das Team Sachsen-Anhalt für Peking berufen.

Für die Paralympics in Tokio nominierte Sportlerinnen und Sportler: (4)

Anja Adler (Para Kanu, SV Halle)
Trainerin: Ognyana Dusheva
Anas Al Khalifa (Para Kanu, SV Halle)
Refugee Paralympic Team
Trainerin: Ognyana Dusheva
Marie Brämer-Skowronek (Para LA, SC Magdeburg)
Trainerin: Theresa Wagner
Andrea Eskau (Para Radsport, USC Magdeburg)
Trainer: Werner Nauber

Ins Team Sachsen-Anhalt berufene Sportlerinnen und Sportler (7):

Andrea Eskau (Para Ski, USC Magdeburg)
Trainer: Werner Nauber
Thorsten Margis (Bobsport, SV Halle)
Trainer: Wolfgang Kühne
Alexander Schüller (Bobsport, SV Halle)
Trainer: Wolfgang Kühne
Kevin Korona (Bobsport, Mitteldeutscher SC)
Trainer: Norman Dannhauer
Paul Krenz (Bobsport, Mitteldeutscher SC)
Trainer: Norman Dannhauer
Henrik Bosse (Bobsport, Mitteldeutscher SC)
Trainer: Birk Lösche
Toni Eggert (Rennrodeln, BRC Ilsenburg)
Trainer Jan Eichhorn (BT)

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sendete den Athletinnen und Athleten eine Videobotschaft. Haseloff sagte: „Wir alle drücken Ihnen die Daumen. Mit der Teilnahme an den Paralympics geht für Sie ein großer Traum in Erfüllung. Sie sind Vorbilder für viele Menschen in unserem Land, denen Sie Mut machen und die sich von Ihren Erfolgen anspornen lassen. Ihre Qualifikation für die Paralympics zeigt eindrucksvoll, wie man große Ziele trotz Handicaps erreichen kann.“

„Schon bald stellen Sie sich der Herausforderung, mit den besten Sportlerinnen und Sportlern der Welt um Medaillen zu kämpfen. Ich teile Ihre Vorfreude und gebe Ihnen meine besten Wünsche mit auf den Weg. Meinen ganz herzlichen Dank auch dafür, dass Sie unser Bundesland in Tokio vertreten“, ergänzte Sportminister Michael Richter. „Dem Team für die Winterspiele 2022 wünsche ich maximale Trainingserfolge und vor allem Verletzungsfreiheit“, so Richter weiter.

Silke Renk-Lange, selbst dreifache Olympiateilnehmerin und Olympiasiegerin im Sperrwerfen 1992, wandte sich mit einem emotionalen Grußwort an das Team Sachsen-Anhalt: „Egal ob Tokio oder Peking - die Motivation für euch alle ist die gleiche! Olympische und Paralympische Spiele sind das Größte, was ihr in euer Sportkarriere erleben könnt.“ Als LSB-Präsidentin wünscht sie sich natürlich auch ein erfolgreiches Abschneiden der Starterinnen und Starter aus Sachsen-Anhalt: „Insgeheim hoffe ich, möglichst viele Glückwünsche nach Tokio und in einem halben Jahr auch nach Peking versenden zu dürfen.“

„Wir freuen uns sehr, heute unser nun vollständiges Team Sachsen-Anhalt für Tokio verabschieden zu können. Drei Athletinnen und Anas Al Khalifa im Refugee Paralympics Team werden Sachsen-Anhalt bei den Paralympischen Spielen in Tokio vertreten. Vor Ort wird er von seiner Trainerin Ognyana Dusheva betreut. Darüber hinaus freuen wir uns, heute sieben Wintersportler*innen aus den Sportarten Para-Ski, Bobsport und Rennrodeln in das Team Sachsen-Anhalt für Peking 2022 zu berufen“, betonte PD Dr. med. Jörg Franke (OSP).