26.07.2021 - Frank Löper

Isabel Gose belohnt sich mit Platz sechs im Finale

Isabel Gose beim Start in ihr erstes olympisches Finale. (Foto: dpa)
Isabel Gose beim Start in ihr erstes olympisches Finale. (Foto: dpa)
Die olympische Premiere für Isabel Gose vom SC Magdeburg konnte besser nicht laufen. Mit neuem deutschen Rekord (4:03,21 min.) im Vorlauf und Platz sechs im Finale über 400m Freistil hat sich die fünffache Junioreneuropameisterin von 2019 in Tokio direkt in die Weltspitze der Freistilschwimmerinnen geschwommen.

Die 19-Jährige aus der Magdeburger Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn sagte direkt nach ihrem ersten olympischen Finale: "Ein wahnsinniges Gefühl!" und ordnete ihre Leistung ganz locker so ein: "über den sechsten Platz kann ich nicht meckern."
Gose schlug nach 4:04,98 min. als Sechste an. Die Goldmedaille über 400 m Freistiel sicherte sich die Australierin Ariarne Titmus in 3:56,69 min. Sie blieb damit nur 23 Hundertstelsekunden über dem Weltrekord der fünfmaligen Olympiasiegerin Katie Ledecky. Die US-Amerikanerin war im Finale extrem schnell angegangen und wurde am Ende von Titmus ausgekontert. Bronze sicherte sich Bingjie Li aus China.
Für Isabel Gose geht bei den Olympischen Spiele rasant weiter. Schon heute Mittag stehen für sie die Vorläufe über 200 m Freistil an. Und auch über 800m Freistil und in der 4 x 200 m Freistilstaffel geht sie in Tokio noch an den Start. Jede Menge Möglichkeiten also, weiter olympische Erfahrungen zu sammeln.
Nicht ganz so gut lief es für zwei andere Schwimmerinnen und Schwimmer aus Sachsen-Anhalt. Für Lukas Märtens (SC Magdeburg) reichte eine Leistung in der Nähe seiner persönlichen Bestleistungen nicht, um 400 m Freistil ins Finale einzuziehen. Über 200 m Freistil war es noch knapper. Erst in einem Ausscheidungsrennen für das Halbfinale mit dem zeitgleichen Katsuhiro Matsumoto musste sich der Magdeburger in persönlicher Bestzeit von 1:46,40 min. mit 34 Hundertsteln dem Japaner geschlagen geben.
Auch für Laura Riedemann vom SV Halle war über 100m Rücken bereits im Vorlauf Schluss. Auf beide warten nun noch die Einsätze in den deutschen Schwimmstaffeln. Heute Mittag (26. Juli) greifen dann auch Sarah Köhler und Celine Rieder über 1.500m Freistil ins olympische Geschehen ein. Wir drücken den Schwimmerinnen und Schwimmern aus Sachsen-Anhalt weiter die Daumen!